Scirocco R gibt beim 24-Stunden-Rennen seinen Einstand

Der VW Scirocco ist grundsätzlich sportlich, der neue Scirocco R ist noch sportlicher. Volkswagen stellt jetzt den stärksten Scirocco aller Zeiten parallel zum 24-Stunden-Rennen (21. bis 24. Mai 2009) am Nürburgring vor.

Spoiler, Xenon und LEDs
Schon optisch lässt sich der Scirocco R von seinen schwächeren Serienbrüdern leicht unterscheiden. An der Front sorgen drei große Luftöffnungen dafür, dass Motor und Bremsen nicht zu heiß werden. Die Löcher sitzen in einem speziellen Scirocco-R-Stoßfänger und im Bereich der seitlichen Einlässe leuchten neu gestaltete LED-Tagfahrlichter. Des Nachts erhellen Bi-Xenon-Scheinwerfer die Straße serienmäßig. Am Heck fällt der große Dachkanten-Spoiler ins Auge. Dieser ist genauso wie der schwarze Diffusor für den Abtrieb an der Hinterachse zuständig. Rechts und Links schaut jeweils ein verchromtes ovales Endrohr aus dem Heck und um das sportliche Feeling noch zu verstärken, verabschieden dunkel getönte Rückleuchten den nachfolgenden Verkehr. Seitlich prägen kraftvolle Schweller und 18-Zoll-Leichtmetallräder vom Typ ,Talladega" das Bild. Optional sind auch 19-Zoll-Räder verfügbar.

Viele Applikationen
Der Scirocco R unterscheidet sich auch im Innenraum von seinen Modellgeschwistern. So gibt es Aluminium-Dekoreinlagen in den Armaturen und schwarz glänzende Applikationen im Bereich der Mittelkonsole, der Türzuzieh-Griffe, des Schaltknaufs, der Luftausströmer und am unten abgeflachten Dreispeichen-Lenkrad. Handbremsgriff und Schalthebel stecken unter einem Lederüberzug. Auch die Sportsitze mit R-Logo in den vorderen Kopfstützen sind Serie. Beim Einsteigen grüßt der Wagen mit R-Einstiegsleisten und beim Fahren mit einem Tacho, dessen Anzeige bis 300 km/h geht.

Viel GTI
Fahrwerksmäßig lässt sich der Scirocco R vom neuen Golf GTI inspirieren. So bekämpft ein elektronisches Vorderachs-Quersperrdifferenzial Untersteuerungs-Tendenzen. Das XDS genannte System baut auf dem ESP auf und bremst das kurveninnere Rad ab, wenn dieses durchzudrehen droht. Außerdem kommt der Scirocco R mit der adaptiven Fahrwerksregelung DCC daher. Hier wird die Dämpfung tausendmal pro Sekunde radselektiv nachjustiert, indem die Strömungskanäle der ölhydraulischen Dämpfer elektrisch verengt oder erweitert werden. Für eine zum R-Modell passende Verzögerungs-Performance sorgen rundum innenbelüftete Scheibenbremsen, vorne mit einem Durchmesser von 345 Millimeter, hinten kommen 310 Millimeter zusammen. Das ESP des Scirocco R kann in einen neu entwickelten Sportmodus geschaltet werden – hierbei spricht das System einem dynamischeren Auftritt zuliebe später an.

Mit 265 PS
Das Herz des Scirocco R stellt der 2,0-Liter-TSI mit 265 PS. Der Downsizing-Turbo bringt ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmeter an die Kurbelwelle – bei einem komfortablen Drehzahlniveau von 2.500 bis 5.000 U/min. Das sind 15 PS und 30 Newtonmeter mehr, als noch der Sechszylinder des Golf R32 generieren konnte. Mit manueller Sechsgang-Schaltung sprintet der Scirocco R in 6,5 Sekunden von Null auf 100 km/h, werkelt in ihm das optionale Sechsgang-Doppelkupplungs-Getriebe (DSG), spurtet der Wagen in 6,4 Sekunden in den dreistelligen Geschwindigkeits-Bereich. Den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h erledigt der 1.333-Kilogramm-Wagen in 6,0 Sekunden. Bei 250 km/h wird dem Vortrieb elektronisch ein Ende gesetzt. Manuell beschaltet genehmigt sich die R-Version 8,3 Liter Sprit auf 100 Kilometer, mit DSG sind es 0,1 Liter weniger. Noch im Jahr 2009 soll der Scirocco R den Kunden zur Verfügung stehen – Preise sind noch nicht bekannt.

Das R ist da