Vierte Generation wird mit neuem Selbstzünder stärker und doch sparsamer

Ein neuer 3,0-Liter-Diesel mit 245 PS gehört zu den Highlights der vierten Discovery-Generation, die Land Rover nun vorstellt. Das Aggregat arbeitet auch im neuen Range Rover Sport sowie in etwas modifizierter Form im Jaguar XF. Es basiert auf dem 190 PS starken 2,7-Liter-Diesel, der weiterhin angeboten wird. So gibt es nun zwei Motoren im Discovery. Das neue Aggregat ist mit 245 PS deutlich stärker als der 2,7-Liter-Motor. Dennoch ist der Spritverbrauch in der Automatikversion mit 9,3 Liter auf 100 Kilometer deutlich niedriger als beim 2,7-Liter-Diesel, der 10,2 Liter braucht.

Zwei Turbolader
Beim Spritsparen helfen dem neuen Diesel die verringerte Motorreibung sowie eine Kraftstoffpumpe mit niedrigem Energieverbrauch. Für die Einspritzung ist ein Common-Rail-System der dritten Generation verantwortlich. Eine Besonderheit ist die Aufladung über zwei Turbos: Bei niedrigen Drehzahlen arbeitet nur ein Lader (mit variabler Geometrie), der zweite schaltet sich erst bei höheren Touren zu. Die Sechsgang-Automatik wurde überarbeitet und an den neuen Diesel angepasst. So werden die Überbrückungskupplungen in jedem Gang nun früher betätigt. Dadurch reduziert sich der Schlupf des Drehmomentwandlers und somit auch der Spritverbrauch.

Verbessertes Fahrwerk
Der Discovery 4 erhält außerdem ein überarbeitetes Fahrwerk. Durch neue Achsschenkel und steifere Stabilisatoren wurden die Wankbewegungen in der Kurve verringert. Neue Stoßdämpfer erhöhen den Fahrkomfort. Auch die Zahnstangenlenkung wurde überarbeitet. Wegen der höheren Leistung sind die Bremsen nun stärker. Außerdem blinken die Bremsleuchten nun bei einer Vollbremsung, um das Risiko von Auffahrunfällen zu verringern. Das Terrain-Response-System, mit dem das Auto an fünf verschiedene Untergründe angepasst werden kann, wurde ebenfalls verbessert. Im Sand-Modus sollen die Räder beim Anfahren nicht mehr so leicht durchdrehen oder sich eingraben. Das neue Felsenkriechprogramm übt im ersten Gang bei einem Tempo unter fünf km/h einen niedrigen Bremsdruck aus, was die Gefahr des unbeabsichtigten Wegrollens reduziert. Die Bergabfahrkontrolle wird beim neuen Discovery 4 durch eine Berganfahrhilfe ergänzt.

Neues Gesicht
Das neue Design umfasst einen veränderten Grill, einen neuen Frontstoßfänger, LED-Leuchten vorn und hinten. Innen gibt es ein neues Armaturenbrett, eine Mittelkonsole, die nun zum Fahrer geneigt ist, ein neues Lenkrad sowie eine weiße LED-Innenbeleuchtung. Die Reihen eins und zwei des Siebensitzers wurden mit breiteren Sitzen bestückt, und die Vordersitze haben nun höhenverstellbare statt integrierter Kopfstützen. Zu den technischen Neuerungen gehören ein verbessertes Navi, eine Schnittstelle für USB-Stick oder MP3-Player sowie ein neues Fünf-Zoll-Display für Fahrerinformationen. Optional gibt es eine Automatik, die das Fernlicht automatisch an- und ausschaltet, ohne andere zu blenden. Außerdem ist wie beim Range Rover und Range Rover Sport ein Surround-Kamerasystem erhältlich, das beim Einparken und Rangieren mit Anhänger hilft. Wann der neue Discovery startet und was er kosten wird, wurde noch nicht mitgeteilt. Bisher begannen die Preise bei 40.900 Euro.

Bildergalerie: Land Rover Discovery 4