Neue Power-Variante ist technisch verfeinert und ergänzt das Angebot

KTM baut seit 2007 nicht mehr nur Zweiräder, sondern auch den vierrädrigen X-Bow. Der ,Crossbow", auf Deutsch ,Armbrust", ist nachwievor eine der puristischsten Erfahrungen im Automobilbereich. Nun bieten die Österreicher eine weiterentwickelte Version des offenen Zweisitzers an, den ,X-Bow R". Er ist stärker und insgesamt leistungsfähiger als die anderen Modelle der Baureihe.

Mehr Power
Der straßenzugelassene X-Bow R erweitert die Palette, die außerdem noch aus den X-Bow-Modellen ,Clubsport" ,Street" besteht. Diese überflügelt die R-Variante deutlich in Sachen Leistung. Produzieren die Zweiliter-Turbo-Aggregate von Audi sonst 240 PS, sind es beim ,R" satte 300, die auf nur 790 Kilogramm Fahrzeuggewicht treffen. Der TFSI-Motor generiert darüber hinaus ein maximales Drehmoment von 400 statt 310 Newtonmeter wie bei den anderen Modellen. Es handelt sich um den Motorblock aus dem 265 PS starken Audi S3 und dem Audi TTS mit 272 PS. KTM verstärkte den Block, verwendet einen größeren Turbolader und änderte die Einspritzanlage. Bei Engineering Group erfolgte die Überarbeitung der Motorelektronik.

Niedrigerer Schwerpunkt
Die um 25 Prozent gestiegene Motorleistung erforderte laut KTM mehrere Änderungen und Neukonstruktionen bei der übrigen Technik. Die Drehmomentstütze ist nun nicht mehr am Heckrahmen angeschlossen, sondern sitzt direkt am Kohlefaser-Monocoque. Gleichzeitig versprechen die Österreicher, den Flitzer damit verwindungssteifer gemacht zu haben. Dadurch soll der ,R" in Kurven ruhiger liegen als seine schwächeren Geschwister. Darüber hinaus wurde die Motor-Getriebe-Einheit um 19 Millimeter tiefergelegt. Dadurch sank der Schwerpunkt um 15 Millimeter. So sollen sich mit dem X-Bow R noch einmal höhere Fliehkräfte von ,weit über 1,5 g" generieren lassen.

Fahrwerk überarbeitet
Weil die Mehrleistung und die höheren Kurvengeschwindigkeiten größere Belastungen für das Fahrwerk nach sich ziehen, hat KTM auch hier einige Veränderungen vorgenommen. Spezielle Teflonscheiben in den Dreiecksquerlenkern sollen Reibung und Spiel reduzieren und gleichzeitig das Ansprechverhalten und die Präzision des Fahrwerks verbessern. Ein noch exakteres Fahrverhalten sollen härtere Federn und eine neue Dämpferabstimmung bringen. Das serienmäßige Sportfahrwerk kann in Zug- und Druckstufe zudem individuell eingestellt werden. Der Preis für den neuen KTM X-Bow R beträgt mindestens 69.966 Euro. Den älteren, 60 PS schwächeren X-Bow ,Street" gibt es ab 62.450 Euro.

Bildergalerie: Das Tier zur Kurvengier