Dacia Duster: Krasser Monster-Rumäne mit 850 PS
SUV-Kraftprotz soll beim Pikes-Peak-Bergrennen die Konkurrenz fertig machen
Motor vom Nissan GT-R
Der Name des Dacia-Viechs ist Programm. Es wird in der offenen Klasse ,Unlimited" starten. Das heißt im Klartext: Alles ist erlaubt. Motorgröße, Reifentyp, Mindestgewicht und Getriebe sind nicht reglementiert. Bei der Konstruktion arbeitete Renault Sport mit den Firmen Sodemo und Tork Engineering zusammen. Mit dem Serienmodell hat der Duster nichts mehr gemein: Den Motor steuert Renault-Allianz-Partner Nissan bei. Das 3,6-Liter-V6-Aggregat stammt vom Supersportwagen GT-R und wurde noch einmal kräftig hochgezüchtet sowie für den Einsatz in größer Höhe optimiert. Die Fahrt beginnt auf einem Level von 2.860 Meter und endet bei 4.300 Meter. 850 PS und 900 Newtonmeter Drehmoment produziert das Doppelturbo-Triebwerk. Geschaltet wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe.
Nur 950 Kilogramm Gewicht
Das Gewicht des 4,45 Meter langen und 1,90 Meter breiten Mega-Duster beträgt nur 950 Kilogramm. Im Windkanal ausgiebig getestet wurde die spezielle Aerodynamik des ,No Limit". Ein riesiger Doppel-Heckflügel soll viel Anpressdruck generieren. Denn auf der Pikes-Peak-Strecke kommt es auf eine gute Traktion an: Die eine Hälfte ist asphaltiert, die andere Hälfte besteht nur aus einer staubigen Piste. Ein Stahlrohr-Käfig soll dem Fahrer Sicherheit bieten.
Franzose am Steuer
In kurzer Zeit konnte Dacia als Billig-Ableger von Renault gute Verkaufserfolge vorweisen. Motorsport assoziieren aber die Wenigsten mit der rumänischen Marke. Dabei ist besonders das 2010 vorgestellte SUV Duster in verschiedenen Rennserien beliebt, zumindest in Frankreich. Beispielsweise in der französischen Eis-Rennserie Trophèe Andros. Dort startet der vierfache Ex-Formel-1-Weltmeister Alain Prost auf einem speziell präparierten Duster. Prost konnte die Trophée bereits 2007 und 2008 auf einem Toyota Auris gewinnen. Geschlagen wurde er 2009, 2010 und 2011 immer von Jean-Philippe Dayraut, der mit dem Dacia Duster ,No Limit" nun den Pike Peak hochjagen soll. Der Franzose gewann, außer bei den Eisrennen, auch schon in verschiedenen anderen Rennserien Meisterschaftstitel. Er habe schon immer davon geträumt, in so einem speziellen Auto den Berg zu bezwingen, so Dayraut.
Das Pikes-Peak-Bergrennen
Seit 1916 rasen regelmäßig Fahrer in Autos oder auf Motorrädern den Berg Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado hoch. Vor 2001 war die 19,99 Kilometer lange Strecke lediglich geschottert. Seither wurden zwei Abschnitte, die ungefähr die Hälfte der Strecke darstellen, asphaltiert. Der letzte Rekord datiert von 2007. Der Japaner Tajima Nobuhiro schaffte die Distanz in einem Suzuki XL7 Hill Climb Special in einer Zeit von 10:01.42 Minuten.
Bildergalerie: Monster-Rumäne
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