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Monster-Suzuki erklimmt Pikes Peak in Rekordzeit
Nissan Leaf gewinnt das Bergrennen in der Elektro-Klasse

Martin Schou 
Von: Martin Schou
28. Jun. 2011 um 16:41 Uhr
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156 Kurven, 1.439 Höhenmeter und eine fast 20 Kilometer lange Strecke: Das ,Pikes Peak International Hill Climb" ist nach den Indianapolis 500 das zweitälteste Motorsportrennen in den USA. Seit 1916 findet das legendäre ,Race to the Clouds" statt. In 2.862 Meter Höhe geht es los, bei sauerstoffarmen 4.300 Meter ist der Zieleinlauf. Die Strecke verläuft fast ausschließlich entlang ungesicherter Abgründe. Asphaltiert ist nur die Hälfte der Strecke, der Rest ist Schotter. Wer beim Bergrennen in den Rocky Mountains im US-Bundesstaat Colorado mitmachen will, muss starke Nerven mitbringen.
Bestzeit um zehn Sekunden unterboten
Der Japaner Nobuhiro Tajima gewann bei der diesjährigen 89. Auflage des Hill Climb in einer Rekordzeit von 9:51 Minuten. Damit hat der Japaner die bisherige Bestzeit, die er selbst 2007 aufgestellt hatte, um zehn Sekunden unterboten. Seit zehn Jahren ist Tajima – Spitzname ,Monster" – einer der dominierenden Fahrer beim Pikes Peak, in dessen Bestenliste es nur wenige große Rennlegenden schafften. Die deutsche Rallye-Ikone Walter Röhrl stellte 1987 mit einem Audi Sport quattro S1 in 10:47 Minuten einen zwischenzeitlichen Rekord auf.
Modifizierter Suzuki SX4 mit 920 PS
Bei seiner Rekordfahrt zwei Tage vor seinem 61. Geburtstag fuhr Tajima in einen modifizierten Suzuki SX4. Der offizielle Name des Rennboliden lautet ,Monster Sport SX4 Hill Climb Special". Bereits 2009 und 2010 gewann der Rallye-Pilot das traditionelle Bergrennen mit diesem Fahrzeug. Der von Tajimas Team Monster Sport aufgebaute Suzuki ist mit einem V6-Biturbo ausgerüstet. Aus 3,1 Liter Hubraum schöpft dieser beachtliche 920 PS.
Nissan Leaf ist schnellster Elektroflitzer
Beim Pikes Peak International Hill Climb gab es 2011 erstmals eine eigene Wertungs-Klasse für Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Chad Hord gewann die Öko-Klasse in einem Nissan Leaf mit einer Zeit von 14:33 Minuten. Der Elektrorenner wurde dafür kaum modifiziert. Lediglich Umbauten im Interieur wurden vorgenommen, um die Sicherheit zu erhöhen. Zudem wurden dem Nissan spezielle Reifen aufgezogen. Trotz der nur geringfügigen Änderungen konnte Hord auch Konkurrenten mit Verbrennungsmotoren hinter sich lassen.
Dem Verbrennungsmotor bleibt die Luft weg
Beim Bergrennen haben Fahrzeuge mit Elektroantrieb sogar einen leichten Vorteil gegenüber den Boliden mit Verbrennungsmotor. Nicht nur Menschen verlieren an Leistungsfähigkeit mit steigender Höhe, auch die herkömmlicher Antriebe leiden unter der dünnen Höhenluft. Ein Verbrennungsmotoren gibt dann bis zu 30 Prozent weniger Power ab. Der Elektromotor hingegen läuft davon unbeeindruckt weiter mit voller Leistung, egal ob unten am Start oder oben auf dem Gipfel. Auf der kurvigen Strecke kommt den Elektrofahrzeugen zusätzlich zugute, dass ihnen beim Herausbeschleunigen sofort das maximale Drehmoment zur Verfügung steht.
Elektroautos mit Warnsignal ausgerüstet
Der Nissan Leaf ist ab Werk aufgrund seines leisen Fahrgeräusches mit einem Fußgängerwarn-System ausgestattet. Beim Pikes Peak war das den Veranstaltern aber noch nicht laut genug. Um Fans und Streckenposten zu warnen, wurde dem Elektroauto noch ein zusätzliches Warnsignal eingebaut. Zusammen mit den quietschenden Reifen war jetzt deutlich zu erkennen, dass gleich ein Rennfahrzeug um die Ecke schießt.
Bildergalerie: Monster-Suzuki mit 920 PS
Suzuki
- Make: Suzuki
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