Außerdem blendfreies Fernlicht und LED-Scheinwerfer für mehr Sicherheit

BMW präsentiert drei Licht-Innovationen, die das Fahren bei Dunkelheit sicherer machen sollen: den Dynamic Light Spot, der Fußgänger bei Nacht automatisch anstrahlt und so die Aufmerksamkeit des Fahrers steuert, ein blendfreies Fernlicht sowie adaptive Voll-LED-Scheinwerfer.

Gezielter Lichtstrahl für mehr Sicherheit
Versuche zeigen: Ein dunkel gekleideter Fußgänger ist bei Dunkelheit nur auf 29 Meter erkennbar. Würde die Regel ,Immer auf Sicht fahren" befolgt, dürfte man nicht einmal mit Tempo 80 fahren, da hier der Anhalteweg bereits 63 Meter beträgt. Mit Nachtsicht-Assistenten wie Night Vision von BMW können Fußgänger und Wild bereits in Entfernungen von mehreren hundert Metern gesehen werden. Allerdings muss der Fahrer dazu gelegentlich einen Blick auf das Night-Vision-Display werfen. Mit dem Dynamic Light Spot wird der Fußgänger von den Infrarot-Sensoren des Nachtsichtassistenten erkannt und dann gezielt mit einem Lichtspot angeleuchtet. Gleichzeitig lenkt ein Lichtstreifen auf der Fahrbahn die Aufmerksamkeit des Fahrers auf das Hindernis. BMW realisiert den Spot über Hochleistungs-LEDs, die geschwenkt werden können. Dynamic Light Spot soll künftig als Teil der Sonderausstattung Night Vision angeboten werden. Ein ähnliches System hat Mercedes jüngst im neuen CL eingeführt.

Blendfreies Fernlicht
Wer oft bei Nacht unterwegs ist weiß, wie anstrengend es sein kann, das Fernlicht bei Gegenverkehr ab- und dann wieder aufzublenden. Bereits als BMW-Sonderausstattung angeboten wird ein Fernlichtassistent. Dabei erkennt ein Kamerasensor im Innenspiegelfuß das Scheinwerfer- und das Rücklicht anderer Fahrzeuge und blendet automatisch auf und ab. Noch mehr Licht verspricht der blendfreie Fernlichtassistent. Das System kann dabei stets eingeschaltet bleiben. Entgegenkommende und vorausfahrende Fahrzeuge werden rechtzeitig erkannt und aktiv aus dem Lichtstrahl ausgeblendet.

Sensorik erkennt Fahrzeuge
Auch der blendfreie Fernlichtassistent nutzt den Kamerasensor in der Innenspiegelhalterung. Hier geht die Bildverarbeitung jedoch noch einen Schritt weiter und erkennt die Position des anderen Fahrzeugs. Diese Objekterkennung steuert dann die eigenen Scheinwerfer, die über einen beweglichen Blendenbeschnitt verfügen. Das Fernlicht wird dabei so maskiert, dass es nicht blendet.

Adaptive LED-Scheinwerfer im 6er Coupé
Beim neuen 6er Coupé gibt es für 2.200 Euro Aufpreis LED-Scheinwerfer. Besonders wichtig war BMW dabei ein markentypisches, ästhetisches Scheinwerfer-Design. So verfügt auch die LED-Version über Lichtringe für Stand- und Tagfahrlicht. Diese Lichtringe sind im unteren Bereich abgeflacht und oben von einer LED-Akzentleuchte überlagert und erstmals in der Form eines dreidimensionalen Körpers ausgeführt. Erstmals ist ein BMW aber auch bei Nacht – wie vom Tagfahrlicht bekannt – im Abblend- und Fernlicht an einem Vieraugen-Gesicht erkennbar. Das heißt, aus allen vier Lichtringen wird in der oberen Hälfte das Abblendlicht und in der unteren Hälfte das Fernlicht erzeugt. Das LED-Licht soll farblich dem Tageslicht näher kommen als Halogen- oder Xenonlicht. Wie beim normalen adaptiven Kurvenlicht passt sich auch hier der Scheinwerferkegel automatisch dem Kurvenverlauf an. Mit einer weiteren LED-Lichtquelle im Scheinwerfergehäuse wird das Abbiegelicht erzeugt, das bei Geschwindigkeiten bis 70 km/h für eine bessere Ausleuchtung in Abbiegerichtung sorgt.

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