Dacia Duster: Facelift, TCe 125 und ESP

Bereits Ende August 2013 gab es erste Bilder vom Facelift des Dacia Duster. Doch das Beste fehlte: Zum neuen Motor und der verbesserten Sicherheitsausstattung verlautete vor der IAA (12. bis 22 September 2013) noch kein Sterbenswörtchen. Nun gibt es die noch fehlenden Informationen.

Neuer 125-PS-Benziner
Vor allem hat im gelifteten Duster ein neuer Benziner Premiere. Der TCe 125 holt 125 PS aus vier Zylindern und 1,2 Liter Hubraum. Dabei helfen Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung. In ähnlicher Form, wenn auch nur mit 120 PS, arbeitet das Aggregat bereits im Renault Captur. Der Normverbrauch liegt im Duster bei 6,0 Liter Super pro 100 Kilometer. Laut Dacia zählt das Auto damit zu den sparsamsten Benzinmodellen der kompakten SUVs. Das stimmt auch, doch das derzeit sparsamste Kompakt-SUV, der Peugeot 2008 82 VTi, kommt mit nur 4,9 Liter aus. Das Maximaldrehmoment des Dacia TCe 125 beträgt 205 Newtonmeter bei 2.000 U/min. Das Triebwerk wird serienmäßig mit einer Sechsgang-Schaltung kombiniert. Ab Markstart gibt es diese Motorisierung nur mit Frontantrieb, eine Allradversion soll später folgen. Unverändert verfügbar bleiben der 105-PS-Basisbenziner, der auch als Flüssiggas-Variante 1.6 16V LPG 105 erhältlich ist, sowie die beiden Diesel dCi 90 mit 90 PS und dCi 110 mit 110 PS.

Endlich Serie: ESP und vier Airbags
Die Sicherheitsausstattung des Duster war bisher äußerst dürftig. Die Basisversion besaß lediglich Frontairbags, Seitenairbags gab es nur gegen Aufpreis und Kopfairbags waren gar nicht verfügbar. ESP wurde für die Grundversion überhaupt nicht angeboten, bei den höheren Ausstattungen kostete es Aufpreis. Künftig sind ESP und neben den Frontairbags auch Seitenairbags vorne Serie. Kopfairbags sind allerdings weiterhin nicht verfügbar, wie Dacia auf Anfrage bestätigte.

Neuer Grill
Zu den optischen Kennzeichen des neuen Duster gehört der modifizierte Grill. Er erhält eine verchromte Doppellamelle mit optischen Zierelementen. Darüber hinaus wurden Scheinwerfer und Rückleuchten verändert, und das Auspuffendrohr wird jetzt verchromt. Auch gibt es neue 16-Zoll-Aluräder in dunkel getönter Optik. Innen fällt das neu gestaltete Armaturenbrett auf. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber befinden sich nun nicht mehr in der Mittelkonsole, sondern wie üblich in den Türen. Die neuen Vordersitze sollen komfortabler sein, und die Rückbank erhält eine verstärkte Lehne. Hinzu kommen neue Sitzbezüge, darunter eine Lederpolsterung, und andere Interieurfarben. Auch die Schalldämmung soll verbessert worden sein.

Voll integriertes Navi jetzt verfügbar
Erstmals ist für den Duster ein voll integriertes Navigationssystem lieferbar. Es lässt sich über einen Sieben-Zoll-Touchscreen bedienen. Alternativ bietet Dacia ein MP3-fähiges CD-Radio mit Bluetooth-Schnittstelle sowie USB- und Klinken-Anschluss an. Darüber hinaus ist für den Duster nun auch ein Tempomat verfügbar. Parkpiepser hinten gab es bisher nur als Zubehör vom Händler, künftig wird dies ab Werk angeboten. Ebenfalls neu: Eine Anzeige gibt Auskunft über die Außentemperatur, der elektrische Fensterheber für den Fahrer verfügt über eine Impulsschaltung, und nach dem Anfahren verriegeln sich automatisch die Türen. Auch eine neue Gepäckraumabdeckung wird eingebaut.

Grundpreis bleibt gleich
Die neue Duster-Version startet Anfang 2014. Unverändert bleibt der Einstiegspreis: Das 105-PS-Basismodell kostet 10.490 Euro. Damit ist der Duster das günstigste SUV in Deutschland, noch vor dem Lada Taiga 4x4, den es ab 11.250 Euro gibt.

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