Entwicklungsfirma präsentiert zweisitzigen Hybrid-Sportler

Noch gibt es nicht allzu viele Hybrid-Sportwagen, aber ihre Anzahl wächst. Am Markt sind schon Hyper-Cars wie der Ferrari LaFerrari mit einer Gesamtleistung von 963 PS, der McLaren P1 (916 PS), der Porsche 918 Spyder (887 PS) und der BMW i8 (362 PS). Alle eint eine geringe Stückzahl und ein hoher Preis. Vom McLaren P1 gibt es beispielsweise nur 375 Stück, die trotz 1,1 Millionen Euro pro Exemplar schon ausverkauft sind.

Concept Car auf dem Genfer Salon
Etwas erschwinglicher könnte ein kleiner Hybrid-Bolide sein, der auf dem Genfer Autosalon (5. bis 15. März 2015) vorgestellt wird. ,Könnte" deshalb, weil der 4,40 Meter lange Mila Plus ein Concept Car ist, das vermutlich so nicht in Serie geht. Gebaut hat es der österreichische Autozulieferer und Fahrzeugentwickler Magna, der schon auf den Genfer Messen in den vergangenen Jahren interessante Lösungen vorgestellt hat.

Alu-Profile und Kunststoff
Der Mila Plus ist ein Zweisitzer, der konsequent auf ein geringes Gewicht getrimmt wurde. Seine Karosserie besteht aus einem Aluminium-Spaceframe, das mit stranggepressten Profilen hergestellt wurde. Das bringt nicht nur ein erfreuliches Ergebnis auf der Waage, sondern ermöglicht auch einen modularen Aufbau mit Komponenten aus der Großserie sowie unterschiedliche Antriebsvarianten. Die Anbauteile sind aus ebenfalls leichtem Kunststoff gefertigt, das lässt den Designern einen größeren Spielraum. Die einzelnen Bauteile werden durch ein spezielles Verfahren mit mechanischem Fügen und Kleben miteinander verbunden. Bei Magna wird diese Technik bereits länger angewendet – sie ist billiger als Schweißen.

Alternatives Antriebskonzept
Als Antrieb dient dem Mila Plus ein Plug-in-Hybrid-System, zu dem der Hersteller zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige Details verraten hat. Nur so viel: Den Part des Verbrenners übernimmt ein Dreizylinder-Benziner. Er wird mit zwei Elektromotoren verknüpft, von denen einer zwischen Verbrenner und Getriebe sitzt und auf die Hinterachse wirkt. Der zweite Motor hat seinen Platz in der Vorderachse. Durch diese Anordnung wird ein elektrisches Allradssystem gebildet. Die Kombination der Antriebe schafft immerhin 272 PS herbei und powert mit einem maximalen Drehmoment von 580 Newtonmeter. Mit der Kraft der drei Herzen soll der Sprint auf Tempo 100 in 4,9 Sekunden zu schaffen sein, rein elektrisch sind es 3,6 Sekunden auf Tempo 80. Fährt das Auto nur mit Strom, sollen 75 Kilometer Reichweite drin sein. Weitere Informationen sollen zur Messe folgen.

Lesen Sie auch:

Magna Mila Plus in Genf