Mercedes gibt ersten Ausblick auf die neue X-Klasse

Ja, es gibt noch Lücken und Nischen im Modellprogramm von Mercedes. Die Schwaben haben zwar mittlerweile SUVs in allen Größen und Formen am Start, aber was bislang fehlte, war … na? … eben, ein Pick-up. Vorhang auf für das erste Premium-Lastentier, Vorhang auf für die erste Designstudie der neuen X-Klasse.

Hohe Investitionen sind nötig
,Mit dem Pick-up von Mercedes schließen wir eine der letzten Lücken in unserem Portfolio. Unser Ziel: Wir wollen jedem Kunden genau das zu seinem Einsatz passende Fahrzeug bieten. Die X-Klasse wird dabei neue Standards in einem wachsenden Segment setzen", erklärt Mercedes-Chef Dr. Dieter Zetsche. Für diesen robusten Lifestyle- und Familienfahrzeug-Lückenfüller muss die Daimler AG tief in die Tasche greifen. Investiert wird ein dreistelliger und nicht näher bezifferter Millionenbetrag.

Zwei Designstudien, unterschiedliche Einsatzgebiete
Die beiden nun vorgestellten Designstudien mit Doppelkabine sollen einen ersten Anhaltspunkt in Sachen Optik liefern. Da wäre zum einen das Modell in ,Lemonaxmetallic", welches mit Hartplastik-Applikationen, grobstolligen Reifen der Dimension 35x11,50 und einer Höhe von 1,90 Meter den Abenteurer mimt. Daneben hat Mercedes auch einen edlen Pick-up-Vertreter dabei, der mit 22-Zoll-Felgen und einem hochwertigen Innenraum (Nappaleder, Aluminium, offenporiges Eichenholz und Co.) eher für den Ausflug zur Oper als zum Viehmarkt geeignet scheint.

Vielschichtige Zielgruppen
Die Zielgruppe? Laut Mercedes reicht diese vom ,trendbewussten, premiumaffinen Individualisten" bis hin zum ,Sojabauern in Brasilien". Normale Familien und Bauunternehmer in den Kernmärkten Argentinien, Brasilien, Südafrika, Australien mit Neuseeland und Europa liegen zwischen diesen beiden Extremen.

Bekannte Konnektivität und Assistenz
Auch wenn Mercedes ein eigenes Zubehörprogramm mit einer Ladeflächenabdeckung oder verschiedenen Styling-Elementen aufziehen will, muss man wegen der Modulstrategie im Interieur nicht auf bekannte Komponenten aus der C- oder V-Klasse verzichten. Beispiele? Das Infotainmentsystem mit all seiner Konnektivität sowie moderne Assistenzsysteme.

Ein V6-Topmodell. Und sonst?
Zu dem Antriebsprogramm äußerst sich Mercedes bislang nur spärlich. Die Rede ist von einem V6-Diesel-Topmodell mit Allrad, Geländeuntersetzung und zwei Differenzialsperren. Zusammen mit dem robusten Leiterrahmen ergibt sich eine Nutzlast von 1,1 Tonnen und eine Zugkraft von bis zu 3,5 Tonnen. Welche Aggregate und Antriebskonzepte noch zum Einsatz kommen werden, ist bislang Spekulation. Gerechnet werden kann aber auch mit dem 2,3-Liter-Vierzylinder-Dieselmotor (ihn gibt es mit 163 und 190 PS) aus dem Basisverwandten Nissan Navara NP300, Heckantrieb und verschiedenen Getrieben.

Markteinführung schon für Ende 2017 geplant
Was wissen wir noch? Da zwischen Daimler und der Renault-Nissan Allianz eine Produktionsgemeinschaft besteht, wird der Pick-up für den europäischen, australischen und südafrikanischen Markt im Nissan-Werk in Barcelona produziert. Die X-Klasse für den lateinamerikanischen Markt wird hingegen im Renault-Werk in Cordoba, Argentinien vom Band laufen. Die Markteinführung ist für Ende 2017 geplant.

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