Dieser BMW M2 musste nachträglich gedrosselt werden ...

Sie haben vor, dieses Jahr noch ein wenig die Rennstrecken unsicher zu machen? Ihnen fehlt aber noch ein passendes Tracktool? Dann sollten Sie vielleicht einen Blick auf diesen M2 von Lightweight werfen. Der Tuner hat sich nämlich des kompakten BMW-Coupés angenommen. Und das Ergebnis protzt mit unverschämt viel Leistung, noch mehr Rennsport-Bauteilen sowie verschwenderischen Mengen an Carbon.

Die Leichtbaumaßnahmen
Carbon? Überall! Wir beschränken uns deshalb auf die Highlights: das Dach im M4-Design, die Motorhaube im M4-GTS-Stil, der Heckdeckel, die Türen, der dreiteilige und ausziehbare Frontspoiler, der Heckflügel, die Motorabdeckung, die Bremsbelüftungen sowie der Diffusor. Im Interieur sind die Türverkleidungen, die Hutablage, die Sitzbankabdeckung, die Mittelkonsole, die Fußraumwannen vorne sowie die Sitze aus dem Werkstoff gefertigt. Darüber hinaus wurde eine Carbon-Keramik-Bremsanlage verbaut, die Seitenscheiben und die Heckscheibe sind aus Makrolon und die Abgasanlage ist ab der Downpipe aus Titan gefertigt. Dieser M2 trägt das ,CSR"-Kürzel (es steht für ,Carbon Sport Race") also zu Recht, denn das Gesamtgewicht beträgt nur 1.371 Kilogramm. Ein M2 von der Stange wiegt 200 Kilogramm mehr.

621 PS und 767 Newtonmeter wären zu viel gewesen
Das eigentliche Highlight des M2 CSR steckt allerdings in seiner Technik: Hier hat das Lightweight-Team gleich die gesamte Antriebseinheit aus dem M4 GTS verbaut. Im Motorraum sitzt der S55-Motor mit Wassereinspritzung, der mit einem sequenziellen Siebengang-Getriebe samt kürzerer GTS-Schaltzeiten gekoppelt wurde. Durch Veränderungen an den Turboladern und ein neues Ansaug- und Abgassystem kitzelte der Tuner 621 PS und 767 Newtonmeter Drehmoment aus dem Aggregat. Warum in der Überschrift eine andere PS-Zahl steht? Weil sich der kürzere Radstand gegenüber dem M4 beim Fahren am Limit negativ bemerkbar machte. Und damit der M2 CSR beherrschbar bleibt, wurden Leistung und Drehmoment auf 598 PS und 737 Newtonmeter begrenzt. Angetrieben wird ausschließlich die Hinterachse, die mit einem Drexler-Sperrdifferenzial aufgewertet wurde. Das Clubsport-Fahrwerk ist von Bilstein, die Reifen sind Michelin-Cup-2-Pneus (265er vorne, 295er hinten), die auf ultraleichte 19-Zoll-Schmiedefelgen gezogen wurden.

Fahrleistungen und noch mehr M4-GTS-Technik
Weil so ein M2 serienmäßig nur 370 PS und 465 Newtonmeter zu bieten hat, dürfte sich die 0-100-km/h-Zeit von 4,5 Sekunden signifikant verbessert haben. Einen Wert nennt der Tuner aber nicht. Dafür wird jedoch eine Zahl zur Höchstgeschwindigkeit geliefert. Sie liegt bei 328 km/h und sie kann auf dem Kombiinstrument des M4 GTS abgelesen werden. Aber damit nicht genug M4-GTS-Technik: Da man im Serien-M2 beispielsweise nicht die Geschwindigkeit der Schaltzeiten bestimmen kann, musste auch hier eine Lösung gefunden werden. So hat Lightweight gleich das komplette Armaturenbrett nebst Technik aus dem größeren M-Coupé in den LW M2 CSR verpflanzt.

Viele Teile auch mit Straßenzulassung
Apropos Innenraum: Auch wenn es sich bei dem M2 CSR eigentlich um ein Rennauto handeln soll, wurde keineswegs an Nappa-Leder und Alcantara gespart. Nicht aus optischen, sondern aus Gründen der Sicherheit sind dann ein Titankäfig und Sechspunkt-Gurte mit an Bord. Das Exterieur hat man in eine Vollfolierung mit blauen Flakes gehüllt und diese auffällige Optik wird mit roten Farbakzenten und rot eloxierten Felgen garniert. Einen Preis für den Komplettumbau nennt der Tuner nicht. Viele der verwendeten Teile sind aber für jeden regulären M2 zu bekommen und einige davon haben sogar ABE und ein Teilegutachten für den Betrieb im öffentlichen Straßenverkehr.

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