Stürmischer Vorwärtsdrang

Mit dem SLK 55 AMG kommt nicht nur ein brachialer Roadster, sondern zugleich der stärkste bis dato gebaute Serien-SLK. Dass der mächtig viel Dampf unter der Haube hat, ist ihm schon ins Gesicht geschrieben: Die typische AMG-Schürze mit schrägen Stegen und einem schwarzen Mittelteil reckt sich vorn fordernd in den Wind. Hinten grüßen vier Abgasenden den nachfolgenden Verkehr.

Mächtig viel Druck
Feines, zweifarbiges Leder und Alu-Applikationen verwöhnen uns im Innenraum. Bequeme und straffe Sportsitze geben viel Halt. Fahrer mit langen Beinen bemängeln aber, dass die Sitzlehne in der hintersten Position zu steil eingestellt ist. Das Dach lässt sich nur im Stand öffnen, dafür auf Knopfdruck vollautomatisch. Unter der Haube powert ein 5,5-Liter-V8, der starke 421 PS und brachiale 540 Newtonmeter herbeischafft. Wer nach dem Starten jedoch einen heftig bullernden Achtzylinder-Sound erwartet, wird enttäuscht. Der V8 grummelt zwar hörbar, tritt aber akustisch erst bei Vollgas kernig in den Vordergrund.

Böse Granate
Die AMG-Saugmaschine macht den eher lifestyligen SLK zur bösen Granate. Mit mächtig viel Druck zieht der Roadster ab, die Tachonadel streift schon nach 4,6 Sekunden die 100er-Marke. Die Siebengang-Automatik wechselt ihre Stufen bei Vollgas zackig durch, schaltet aber bei geruhsamer Fahrweise nahezu unmerklich. Dank der direkten Lenkung lässt sich der AMG auf der Kurvenstrecke wie ein Kart durch die Biegungen treiben, eine Differenzialsperre hinten hält den SLK auch bei ...