Kia ProCeed (2019) im Test

Man meint ja gerne, dass der Kombi an Strahlkraft verloren habe. Okay, als Langstreckenbomber für Außendienstler bleibt er im Geschäft, doch der gemeine Privatkunde ist inzwischen ziemlich SUV-fixiert. Kia jedoch hat bereits mit dem hinreißenden Stinger eine Antithese auf die Räder gestellt. Tolles Design und Fahrspaß statt komischer Gelände-Placebos. Nun folgt der zweite Streich in Gestalt des neuen ProCeed (endlich ohne Apostroph!).

Was ist das?

Tja, eine gute Frage: Das Auge und der Verstand sagen Kombi. Kia vermeidet das böse K-Wort hingegen um jeden Preis und spricht etwas gedrechselt vom „ersten fünftürigen Shooting Brake eines Volumenherstellers im Kompaktsegment.“ Fakt ist: Der neue ProCeed sieht in natura verdammt gut aus. Statt wie bislang einen kaum noch nachgefragten Dreitürer mit Sportnote (man denke an den VW Scirocco) zu bauen, krempelt Kia den ProCeed um.

Herausgekommen ist ein 4,60 Meter langer und 1,42 Meter flacher Fünftürer mit praktischer Note. Schön und zweckmäßig zugleich: Stellen Sie sich vor, ein Topmodel kocht jeden Tag ihr Lieblingsessen. Verglichen zum konventionellen Kia Ceed Kombi ist der neue ProCeed nur um fünf Millimeter länger, in der Breite gleich, aber satte 43 Millimeter flacher. Natürlich werden Kenner jetzt einwerfen, dass die Seitenlinie an den Mercedes CLA Shooting Brake erinnert. Tatsächlich unterscheiden sich beide Fahrzeuge in den Abmessungen nur minimal. Eine Inspirationsquelle mag also vorhanden gewesen sein, doch der Kia ProCeed ...