Der neue Jaguar XJ im Test: Mutige Metamorphose

Manche Dinge ändern sich eben doch, auch bei Jaguar: Vor allem in den letzten zehn Jahren gab es bei der britische Traditionsmarke, die kürzlich erst die Mutterschaft von Ford verlor und von der Tata Group adoptiert wurde, einige revolutionäre Neuheiten: Dieselmotoren und ein Kombi ergänzten das Modellportfolio. Jetzt kommt das Flaggschiff XJ, das über Jahrzehnte mit unverwechselbarer Silhouette gebaut wurde, in völlig neuer Form. Ab Marktstart im Mai 2010 wird die Oberklasse-Limousine in zwei Längen angeboten. Wir haben bereits beide getestet.

Neues Jaguar-Gesicht
Als die ersten Bilder des nunmehr achten XJ seit 1968 gezeigt wurden, spaltete sich das Lager der Jaguar-Fans: Die einen trauern der Form der klassischen Limousine und den Doppelscheinwerfern hinterher, die anderen loben den Mut zur Erneuerung und die Abkehr vom Retro-Design. Mit der Neuauflage soll das Flaggschiff der Marke wieder Fahrwasser bekommen, denn die Verkaufszahlen für das alte Modell sind in den vergangenen Jahren rückläufig. Von vorn ähnelt der XJ seinem kleineren Bruder XF und ist somit als Jaguar erkennbar, das Heck gibt aber auf den ersten Blick Rätsel auf. Die springende Raubkatze als Logo in der Mitte des Deckels verrät aber die Marke.

Coupéartige Dachlinie
Schräg stehende, schmale Leuchten geben der Rückpartie ein Gesicht, ein Detail fällt uns erst im Dunkeln auf: Kleine LED-Stege auf der oberen Kotflügelkante leuchtet wie Positionslampen eines Flugzeuges. Das sieht aufregend und modern aus. ...