Neuer Ford Focus RS im Test

Ich weiß nicht, ob Sie die diversen Teaser-Videos gesehen haben, die Ford von seinem neuen Focus RS über die letzten Monate ins Internet gestellt hat. Größtenteils finden Sie darin ein offensiv bespoilertes Kompaktauto, das absurdere Driftwinkel produziert als ein finnischer Rallyefahrer mit einem Wodka-Problem. Nun, da der Marktstart kurz bevorsteht, ließ man auch weniger talentierte Menschen (sprich: Journalisten) ans Steuer und das auf Fords großartiger, weil gegenverkehrfreier Test-Landstraße im belgischen Lommel.

Rot vor Scham
Ich habe den Wodka vorsichtshalber ausgelassen, das mit den absurden Driftwinkeln funktioniert dennoch ganz hervorragend. Meine ständigen ,Hi hi his" und ,Ho ho hos" klingen sicher fürchterlich dämlich, aber nicht zu grinsen, ist kaum möglich. Außerdem muss ich mich ständig kneifen, weil der RS Dinge anstellt, bei denen andere Kompaktsportler (auch die neuesten, stärksten, allradigsten) vor Scham rot anlaufen würden. Ich will also gar nicht lange um den heißen Brei herumreden (die Dramaturgie wird in Testberichten ohnehin völlig überschätzt): Dieses Auto macht mehr Spaß als jedes andere in der hart umkämpften Hot-Hatch-Klasse. Und wenn sie jetzt noch Lust haben, weiterzulesen, erkläre ich Ihnen auch, warum.

Torque-Vectoring 2.0
Sagen wir mal so: Auf einen eher frontlastigen Haldex-Allradantrieb, wie ihn die gesammelte Kompaktsport-Elite (Audi RS 3, Mercedes-AMG A 45, VW Golf R) verwendet, hatten die Ford-Entwickler – freundlich ausgedrückt – n...