Fiat Tipo Schrägheck und Kombi mit 120-PS-Diesel im Test

Fröhliche junge Menschen im Sonnenlicht, dynamische Musik und bunte Farben: Fiat versucht mit seinem Film zur Pressekonferenz wieder mal alles, um Enthusiasmus für den neuen Tipo zu wecken. More is less! Less is more! Beim Auto kann man vieles Überflüssige weglassen, so der Tenor. Wie man bei einer Städtetour gern auch mal auf den Portier und den Zimmerservice eines teuren Hotels verzichtet, und stattdessen ein Zimmer über Airbnb bucht. Irgendwie leuchtet das ein. Aber fehlt nicht doch was Wichtiges? Wir haben die Schrägheck- und Kombiversion des Fiat Tipo getestet und es herausgefunden.

Die Außenoptik stimmt
Ich gebe zu, ich bin mit einem eher negativen Vorurteil angereist. Die Pressemitteilungen zum Thema zeigten das Auto in grauer Lackierung und dazu hieß es auch noch, der Wagen solle rationale Werte betonen. Ein spannendes Fahrerlebnis erwarte ich also nicht, aber der Tipo kann mich auch nur noch positiv überraschen. Ein erster Rundgang zeigt mir: Von außen sieht der neue Fiat schon mal gut aus. In der Seitenansicht entdecke ich einen Schuss BMW 1er und am Heck ein wenig Audi, aber das Gesamtpaket gefällt mir wirklich.

Billiges, schlecht riechendes Plastik
Zuerst steige ich in einen Kombi mit dem 120-PS-Diesel. Obwohl Fiat zur besseren Belüftung schon mal die Seitenscheiben heruntergelassen hat, riecht es innen nach billigem Plastik wie ein Aldi-Turnschuh. Auch die meisten Oberflächen im Cockpit sind steinhart. Das muss einen nicht stören, vor allem, da Fiat die Stellen...