BMW 2er Active und Gran Tourer im Test

Wenn eine Automarke was fürs Image tun möchte, bringt sie einen Sportwagen heraus, wenn es mehr um Umsatz geht, dann sind es SUVs. Oder Vans, wie 2014 bei BMW geschehen. Damals kam der 2er Active Tourer auf den Markt, und das Geschrei über die Verwässerung des Markenkerns war groß (auch weil er der erste Fronttriebler-BMW war). Aber der Van wurde ein Erfolg, genau wie der Gran Tourer, der 2015 folgte. Beide zusammen verkauften sich 2017 rund 32.000 Mal in Deutschland und gehörten damit zu den Top 5 der BMW-Bestseller. Und die Eroberungsrate liegt bei 70 bis 80 Prozent, das heißt, der Großteil der Kunden kommt nicht von einem BMW-Modell, sondern von Autos wie dem VW Touran oder dem Opel Zafira. Im März 2018 erhielten die Münchner Vans ein leichtes Facelift und ein Motoren-Update. Wir haben die neuen Versionen getestet.

Zweierlei Vans für zweierlei Leute
Äußerlich sind die neuen Varianten am leichtesten an den schwarzen Klammern in den Frontschürzen zu erkennen. Der Längenunterschied von 21 Zentimeter zwischen dem kleineren Active Tourer und dem Gran Tourer führt zu unterschiedlichen Zielgruppen, wie mir BMW-Produktsprecher Florian Moser erklärt. Der Active Tourer wird von aktiven "Empty-Nesters" gefahren, also Paaren, deren Kinder aus dem Haus sind und die stattdessen ihre Mountainbikes transportieren. Dagegen sind die typischen Gran-Tourer-Kunden Familien mit (statistisch) 1,5 Kindern. Erstere sind offfenbar in der Überzahl, denn rund 70 Prozent der BMW-Vans entfallen auf de...