Offener Alfa unter Druck: Der neue Spider 1.8 TBi im Test

Automobile der Marke Alfa Romeo waren früher so etwas wie die Callas auf vier Rädern: launisch und bisweilen zickig. Doch wenn man damit richtig umgehen konnte, dann schmetterten sowohl die Alfa-Motoren als auch die Operndiva die schönsten Arien. Bislang wird unter den Hauben mit dem ,Scudetto" eher durchschnittliche Popmusik gespielt. Für die Fiat-Tochter Grund genug, einen neuen Musikanten an den Start zu bringen. Dieser heißt 1.8 TBi 16V, wir haben ihn im Spider getestet.

Viel Kraft aus wenig Hubraum
Der künftige Alfa-Superstar hört auf das ungewöhnliche Kürzel 1.8, obwohl er nur 1.742 Kubikzentimeter Hubraum aufweist. Auf dem Motorblock prangt die Ziffernfolge 1750i. Da war doch was? Richtig, bereits Ende der 1960er-Jahre kam ein damals 118 PS starker 1750er-Motor in der berühmten Giulia und anderen Modellen der Marke zum Einsatz. Im Vergleich zeigt sich der Fortschritt der letzten 40 Jahre: Der 1.8 TBi generiert aus einem Liter Hubraum durchschnittlich 115 PS und kommt insgesamt auf 200 PS. Während der nostalgische Block in der luxuriösen Alfa 1750 Berlina 13 Liter und mehr trank, soll sich der Neuling im aktuellen Spider mit 8,2 Liter begnügen.

Längere Öffnungszeiten
Das neue, 200 PS starke Aggregat weist eine Reihe technischer Neuerungen auf. Hierzu zählt eine hochmoderne Benzin-Direkteinspritzung, die den Treibstoff mit einem Druck von bis zu 150 bar in die Brennräume jagt. Die beiden oben liegenden Nockenwellen besitzen jeweils einen Phasenwandler, der variable Ve...