Elektro-Headbanger: Tesla Roadster 1.5 im Test

Wir sind die Druckwelle. Unhörbar wie ein Phantom tauchen wir auf und lassen alles um uns herum stehen. Sobald wir das Gaspedal unseres Tesla Roadster herunter treten, verdammen wir alle anderen in eine seltsame Zeitlupen-Welt. ,Gaspedal" und ,Gas geben" – dürfen wir diese Begriffe überhaupt noch verwenden? Schließlich sind wir rein elektrisch unterwegs. In unserem Rücken schicken 6.831 zusammengeschaltete Lithium-Ionen-Akkus ihre Energie an den direkt über der Hinterachse sitzenden Motor. Verbrannt wird hier gar nichts, nicht mal Reifen-Gummi.

Die schönere Elise
Der Tesla Roadster kommt aus dem US-Sonnenstaat Kalifornien zu uns nach Europa. Erst mal in einer ,Signature Edition" genannten Charge von 250 Stück. Der Wagen basiert weitestgehend auf der Lotus Elise, wobei Tesla betont, dass nur zehn Prozent der verbauten Teile von Lotus stammen. Und optisch gelungen ist der Wagen, wirkt bei weitem nicht so extrovertiert wie die Elise. Der Roadster von Tesla trifft eher den Massengeschmack – wobei er das beim volksuntauglichen Deutschland-Preis von 118.000 Euro gar nicht müsste. Und der Sportwagen ist größer als sein Basismodell: 16 Zentimeter länger, 15 Zentimeter breiter und einen Zentimeter höher. Hinzu kommt ein um fünf Zentimeter gewachsener Radstand. Diese Zuwächse machen den Ami zum einen geräumiger und zum anderen fit für die Elektro-Einbauten. Um den Einstieg etwas bequemer zu gestalten, wurden die Türschwellen um vier Zentimeter abgesenkt – aber die Intensität der Verre...