Eine Alternative für Hollande?

,Man muss im D-Segment vertreten sein", sagt Renault-Chefdesigner Laurens van den Acker. ,Sonst wird man zur C-Segment-Marke. Und wenn man im C-Segment nicht vertreten ist, wird man schnell zur B-Segment-Marke." Da dürfte er recht haben. Interessant ist jedoch, wie wenig enthusiastisch es klingt. Beinahe wie: Eigentlich haben wir keine Lust, aber wir müssen – sonst werden wir nach unten durchgereicht. Jedenfalls hat sich Renault wieder zu einer Mittelklasselimousine durchgerungen. Wir haben das Auto getestet.

,Kein Laguna-Nachfolger"
Auch wenn der Talisman im Modellprogramm an die Stelle des Laguna tritt, betont Renault, dass er keinesfalls der Nachfolger des Laguna ist. Denn der war kein großer Erfolg, noch nicht mal in Frankreich. Qualitätsprobleme waren daran schuld, das geben die Franzosen offen zu. Schwamm drüber, jetzt soll es besser werden. Das neue Auto basiert auf der Plattform CMF (Common Module Family) für das C- und D-Segment, auf der auch die neuen Versionen von Espace und Mégane beruhen.

Diesel mit nur 1,6 Liter Hubraum, aber zwei Turbos
So sind auch die Motorenpaletten von Espace und Talisman ähnlich. Es gibt ausschließlich kleinvolumige Downsizing-Aggregate. In der Limousine werden ein Turbobenziner mit 150 oder 200 PS sowie Selbstzünder mit 110, 130 und 160 PS angeboten. Wir fuhren den Topdiesel. Er hat nur 1,6 Liter Hubraum, aber zwei Turbolader und wird stets mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert. Das Auto bietet guten Vortrieb, wie schon...