Kodiaq im Visier

Rund 4,70 Meter lang, Platz für bis zu sieben Personen und ein fetter Kofferraum: Alle Welt spricht derzeit über den Skoda Kodiaq und den VW Tiguan Allspace. Dabei gibt es schon seit 2014 ein vergleichbares Fahrzeug: den Nissan X-Trail. Er bekommt jetzt parallel zu seinem kleineren Bruder, dem Qashqai, ein Facelift. Ob sich der Aufwand gelohnt hat, klärt unser Test.

Globaler Bestseller
Zunächst eine beruhigende Nachricht für aktuelle X-Trail-Besitzer: Ihr Auto wirkt jetzt nicht veraltet. Retuschiert wurde der Grill, der jetzt an den Micra erinnert. Hinzu kommen neue LED-Innereien für die Leuchten und geänderte Stoßfänger. Das bewährte Rezept (weltweit hat Nissan im Jahr 2016 750.000 Einheiten des X-Trail verkauft, in den USA heißt er Rogue) wurde also nur etwas nachgewürzt, allerdings an den richtigen Stellen.

Tief, aber logisch
Das merke ich besonders im aufgepeppten Innenraum. Das recht altbackene Lenkrad weicht einem modernen, unten abgeflachten Volant im Stil der ehemaligen Mercedes E-Klasse, der Automatik-Wählhebel bekommt einen Schaltsack aus Leder. Mir fällt auf, wie tief das Armaturenbrett als solches montiert ist. Das ist zwar gut, um einwandfrei über die konturierte Motorhaube blicken zu können, für Fahrer mit langen Beinen wird es aber etwas eng. Nichts zu kritisieren gibt es an der Funktionalität: Alle Elemente sind leicht verständlich, die Instrumente bestens ablesbar.

Platz (fast) ohne Ende
Weiter geht es mit dem Umsehen: Mit 4,69 Meter Länge ist der Nissan X-T...