Geräumiger Gleiter: Der Nissan Murano als Diesel im Test

Der Nissan Murano bietet ein eigenständiges Design, jede Menge Platz für bis zu fünf Personen und eine auch für diese Klasse sehr umfangreiche Serienausstattung. Dennoch ist das ursprünglich für den US-Markt konzipierte SUV ein nur selten gesehener Gast auf unseren Straßen. Gerade einmal 389 Neuzulassungen gab es 2010 in Deutschland. Das soll sich mit der neuen Dieselvariante ändern, denn bisher war der Murano ausschließlich als 256 PS starker 3,5-Liter-Benziner zu haben.

Vier Zylinder und 450 Newtonmeter
Unter der Haube des Murano 2.5 dCi arbeitet eine modifizierte Version des aus dem Pathfinder und dem Navara bekannten 2,5-Liter-Turbomotors. Dessen vier Zylinder und 190 PS klingen für ein rund zwei Tonnen schweres Allrad-SUV nicht nach übermäßig viel Kraft. In der Tat erweist sich der Diesel-Murano nicht als Power-Bolide, aber dank 450 Newtonmeter Drehmoment auch nicht als untermotorisiert. Nur beim Überholen wäre etwas mehr Durchzugskraft wünschenswert.

Sanft schaltende Automatik
10,5 Sekunden vergehen, bis aus dem Stand Tempo 100 erreicht ist, die Höchstgeschwindigkeit beträgt ausreichende 196 km/h. Lediglich wenn er kalt ist, nagelt der Selbstzünder. Ansonsten verrichtet er angenehm leise seine Arbeit. Der serienmäßige Sechsgang-Automat schaltet sanft und komfortabel, aber ein wenig behäbig. Mit einem Normverbrauch von exakt acht Liter befindet sich der Murano 2.5 dCi im Vergleich zur Konkurrenz im Mittelfeld. Im Praxistest zeigte sich, dass neun Liter pro 100 Kilom...