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Robotaxi-Test: Tesla fährt mit schweren Fehlern

Erste Testfahrten des Tesla-Robotaxi-Service in Austin zeigen beeindruckende Fähigkeiten, aber auch gravierende Sicherheitsmängel

Autonom fahrender Tesla (Cockpit)
Bild von: Tesla

Tesla hat in Austin erste Testfahrten seines Robotaxi-Service mit zahlenden Passagieren durchgeführt. Statt des Tesla Cybercab kam dabei allerdings das Model Y zum Einsatz, das von ausgewählten Influencern getestet wurde. Die autonomen Fahrten fanden auch nicht ohne Aufsicht statt: In jedem Fahrzeug saß ein Sicherheitsmitarbeiter und ein weiteres Auto folgte zur Absicherung. Die Erprobung offenbarte sowohl Potenzial als auch erhebliche Mängel.

Den Videos der Tester zufolge meisterten die autonom fahrenden Teslas viele Verkehrssituationen souverän. Sie wählten selbstständig eine passende Fahrspur, bogen korrekt ab und ordneten sich auch bei Nacht sicher in den fließenden Verkehr ein. Das Fahrverhalten wirkte in vielen Momenten wie das eines erfahrenen menschlichen Fahrers. Der Testlauf umfasste rund 100 Fahrten auf einem per Geofencing begrenzten Areal im Süden von Austin, wobei pro Fahrt eine Gebühr von 4,20 Dollar berechnet wurde.

Allerdings kam es während der Testphase teilweise zu gravierenden Problemen. Der Start des Events verzögerte sich um zwei Stunden und das Abholen der Passagiere funktionierte nicht reibungslos. Deutlich sicherheitskritischer waren verschiedene Vorfälle während der Fahrt. Ein Fahrzeug geriet beim Abbiegen kurzzeitig auf die Gegenfahrbahn und zeigte unkontrollierte Lenkradbewegungen. Ein anderes Robotaxi überschritt die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich und war mit rund 65 km/h statt der erlaubten 32 km/h unterwegs.

Tesla plant eine schnelle Expansion des Dienstes. So ist eine Ausweitung auf weitere US-Städte angedacht. Eine Herausforderung für die großflächige Einführung, insbesondere in Europa, könnte jedoch das rein kamerabasierte System darstellen: Tesla verzichtet auf Radar- und Lidar-Sensoren, was die Funktion bei schlechtem Wetter wie Nebel oder starkem Regen beeinträchtigen könnte. Auch die fehlende Redundanz der Sensorik dürfte bei europäischen Zulassungsbehörden auf Skepsis stoßen.

Den vollständigen News-Artikel zum Tesla Robotaxi-Test in Austin, inklusive aller Videos und Details zu den Problemen beim autonomen Fahren, finden Sie bei unseren Kollegen von InsideEVs.de.