CyberPhoenix: Slide-In Camper für Tesla Cybertruck
Phoenix Pop-Up Camper verwandelt den Cybertruck in ein Reisemobil mit Solarpower und Hubdach
Seit Elon Musk 2021 mit der futuristischen, kantigen Silhouette des Cybertrucks die Elektrowelt auf den Kopf stellte, haben Tüftler weltweit daran gefeilt, das kantige Ungetüm in ein rollendes Raumschiff für Outdoor-Abenteuer zu verwandeln. Phoenix Pop Up Campers aus Colorado hat diesem Drang nach Innovation nun mit dem CyberPhoenix Slide-In Camper eine Antwort gegeben, die so nahtlos in die Ladefläche des Cybertrucks schlüpft, als wäre sie fürsamt designed worden.
Und wir sprechen hier nicht von einer lieblos auf die Ladefläche gezimmerten Holzkiste, sondern von einem ausgewachsenen Outdoor-Domizil, das so nahtlos mit Teslas polarisierendem Pick-up verschmilzt, als wäre es von Anfang an dafür erdacht. Wie der namensgebende Feuervogel erhebt sich die Wohnkabine aus der Asche konventioneller Truck-Camper – allerdings nicht in Flammen, sondern in gebürstetem Aluminium.
Bildergalerie: CyberPhoenix Camper auf Tesla Cybertruck-Basis
Das Resultat: Ein Slide-In-Aufbau, der sich passgenau und aerodynamisch auf das unkonventionelle Ladebett des Cybertrucks setzt, ohne Design oder Fahrverhalten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Statt Carbon-Breitbau à la Mansory oder Endzeit-Feeling mit fetter Panzerung setzt der CyberPhoenix auf Leichtbau und schlanke Maße. Rund 612 Kilogramm bringt die Kabine leer auf die Waage – das ist deutlich weniger als bei vielen Konkurrenzmodellen.
Gleichzeitig bleibt der Aufbau unterhalb der Dachlinie und wirkt damit wie ein natürlicher Teil des Trucks – nicht wie ein Fremdkörper mit Übergewicht. Wem das Mansory-Kit zu viel Extravaganz und zu wenig Nutzwert bietet, der findet im CyberPhoenix eine funktionale Ergänzung. Und wer nicht gleich mit gepanzerten Seitenteilen auf die nächste Offroad-Piste will, sondern lieber flexibel bleibt, freut sich über den tiefen Schwerpunkt und die einfache Montage per Schienen- und Gurtsystem.
Wohnkomfort für die Apokalypse und darüber hinaus
Doch lassen wir uns nicht von der imposanten Außenansicht täuschen – der wahre Zauber des CyberPhoenix offenbart sich im Inneren. Wer jetzt eine spartanische Campingzelle erwartet, wird überrascht. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der Camper erstaunlich viel Platz und Komfort.
Vier Personen finden hier Schlaf, wofür nicht nur das Bett im "Obergeschoss", sondern auch eine umbaubare Dinette sorgt. Das elektrische Aufstelldach sorgt für eine Stehhöhe von bis zu 1,90 Meter, so ist genug Luft nach oben, selbst für Großgewachsene.
Die Küche ist zwar klein, aber fein. Eine Zweiflammen-Gaskochplatte, eine Spüle und ein kleiner Kompressorkühlschrank sind die Grundausstattung für den kulinarischen Outdoorkampf. Und wer sich nach einem Tag voller Abenteuer von Matsch und Dreck reinigen möchte, findet sowohl eine Innen- als auch eine Außendusche.
Perfekt, um sich unter freiem Himmel zu erfrischen oder einfach nur den Sand aus den Zehen zu spülen, ohne das Innere des Tesla zu fluten. Ein Porta Potti mit cleverem Stauraum rundet das Paket ab und sorgt für eine gewisse Zivilisiertheit – abseits von Klappspaten und Brennnesseln am Allerwertesten – selbst am Ende der Welt.
Autarkie für die Cyber-Nomaden
Ein Camper ist nur so gut wie seine Energieversorgung, und der CyberPhoenix versteht sein Handwerk. Während er geschickt auf die Stromversorgung des Cybertrucks zurückgreifen kann, bringt er doch seine eigene Unabhängigkeit mit. Ein erweiterbares 800-Watt-Solarsystem auf dem Dach speist eine 400-Amperestunden-Lithiumbatterie, die wiederum einen 2000-Watt-Wechselrichter mit Saft versorgt. Bedeutet: Licht, Kühlschrank und alle anderen Annehmlichkeiten laufen auch dann, wenn die Sonne mal nicht vom Himmel brennt oder der Cybertruck gerade andere Prioritäten hat.
Wer jetzt denkt, dieser High-Tech-Aufbau trage einen maßlosen Preis, wird angenehm überrascht: Ab 59.900 US-Dollar (ca. 54.000 Euro) lässt sich die Vorbestellung tätigen. Die Auslieferung erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen – wer zuerst kommt, mahlt zuerst und sichert sich zugleich das Privileg, als einer der Pioniere abseits ausgetretener Pfade aufzubrechen.
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