Auch 2024 war ein sehr teures Tankjahr
Trotzdem gingen die Preise gegenüber den Rekordjahren zuvor ein wenig zurück
Die Analyse der Kraftstoffpreise des vergangenen Jahres zeigt: Auch 2024 war für Autofahrerinnen und Autofahrer ein Jahr der hohen Kosten. Mit durchschnittlich 1,739 Euro pro Liter Super E10 und 1,649 Euro für Diesel markierte das Jahr laut ADAC den drittteuersten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.
Der Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch eine leichte Entspannung – Super E10 wurde rund fünf Cent, Diesel etwa sieben Cent günstiger. Dennoch lagen die Preise deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.
Besonders auffällig war die starke Schwankung im Jahresverlauf. Der 17. April 2024 brachte mit 1,867 Euro pro Liter Super E10 den Höchstpreis des Jahres, während Autofahrer am 1. Oktober mit 1,631 Euro den günstigsten Preis erzielen konnten. Diesel verzeichnete seinen teuersten Tag am 13. Februar mit 1,767 Euro und den preiswertesten am 18. September bei 1,523 Euro. Die Differenzen von über 23 Cent bei Benzin und mehr als 24 Cent bei Diesel verdeutlichen die Volatilität des Marktes.
Hauptursache für diese Entwicklung war der Rohölpreis. Im Frühjahr 2024 erreichte die Sorte Brent Werte von über 90 US-Dollar pro Barrel, was die Preise an den Zapfsäulen nach oben trieb. Erst als der Ölpreis im September um etwa 20 Dollar sank, folgten die Kraftstoffpreise diesem Trend und markierten ihre Jahrestiefststände. Gegen Jahresende stiegen die Preise erneut leicht an, was neben dem festeren Ölpreis auch auf den schwächeren Euro im Vergleich zum US-Dollar zurückzuführen ist.
Ein weiterer Faktor, der die Kosten beeinflusst, ist die CO2-Abgabe. Zum Jahresbeginn 2025 stieg diese von 45 auf 55 Euro pro Tonne, was eine zusätzliche Belastung von etwa drei Cent pro Liter Kraftstoff bedeutet. Trotz dieser Erhöhung startete das neue Jahr mit etwas günstigeren Preisen als 2024. Super E10 kostete im Dezember durchschnittlich 1,671 Euro pro Liter, Diesel lag bei 1,604 Euro – jeweils ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat, jedoch unter den Vorjahreswerten.
Die Zukunft der Kraftstoffpreise bleibt ungewiss. Entscheidend werden die Entwicklungen auf dem Ölmarkt, der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar sowie politische Rahmenbedingungen sein. Für Verbraucher bleibt die Hoffnung, dass sich der Trend zu günstigeren Preisen 2025 fortsetzt und das Tankjahr weniger belastend wird.
Quelle: ADAC
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