Weniger Emissionen durch Mikrowellen?
Ex-Porsche-Chef Wiedeking glaubt an die Technik des Startup-Unternehmens MWI
Wenn man derzeit die Nachrichten zu Diesel-Fahrverboten, CO2-Grenzwerten und Elektroautos liest, scheint es manchmal, als seien die Tage des Verbrennungsmotors gezählt. Doch die deutsche Start-up-Firma MWI Micro Wave Ignition AG will ihm neues Leben einhauchen -- mit einer Mikrowellen-Zündung. Die neue Motorentechnik eignet sich nicht nur für Benziner, sondern auch für Dieselaggregate.
Anstelle von Zündkerzen verwenden die Techniker gepulste Mikrowellen zum Zünden des Kraftstoffs im Zylinder. So soll der Spritverbrauch um bis zu 30 Prozent und die Emissionen um bis zu 80 Prozent sinken, da der Kraftstoff durch die Raumzündung oder Volumenzündung gleichmäßiger verbrennt. Da keine so hohe Verbrennungstemperatur nötig ist, sollen insbesondere auch die Stickoxidemissionen sinken -- und das ohne aufwendige Abgasnachbehandlung durch ein Adblue-System. Ein weiterer Vorteil der Technik soll darin bestehen, dass sie sich in bereits fertig entwickelte Motoren integrieren lässt.
Das Unternehmen sitzt in der kleinen Stadt Empfingen im Nordschwarzwald. Es hat schon prominente Unterstützer gefunden. Unter den Aktionären ist der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Außerdem sucht MWI einen Partner unter den Autoherstellern aus Südkorea und China.
Quelle: Automotive News
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