Kompakter H3 feiert Premiere in den USA

Je größer die Zahl, desto kleiner das Modell. Dies trifft zumindest auf die Fahrzeuge des Geländewagen-Herstellers Hummer zu. Die GM-Tochter hat nach H1 und H2 jetzt mit dem H3 das bislang kleinste Hummerchen vorgestellt. Im Frühjahr 2005 ist in den USA die Markteinführung der bislang dritten Baureihe.

Kompakt und dennoch groß
Der H3 ist 4,74 Meter lang, 1,83 Meter hoch und 1,89 Meter breit. Damit ist auch der nun kleinste Hummer kein Bonsai-Offroader. Die neue Baureihe ist nur etwas kompakter als die gigantischen Geschwister H1 und H2. Das Design des H3 bietet keine Überraschungen. Der Kleine ist dem H2 fast wie aus dem Gesicht geschnitten. Vom schnittigen und futuristischen Design der Ende 2003 vorgestellten Studie H3T ist beim Serienmodell nur noch wenig zu sehen.

Sparsamer Antrieb
Beim Verbrauch soll sich der H3 mit zwölf Litern Benzin auf 100 Kilometer bescheiden. Dieser vergleichsweise sorgsame Umgang mit den Weltenergiereserven verdankt der Spar-Hummer unter anderem dem neuen 3,5-Liter-Fünfzylinder-Reihenmotor. Das Triebwerk mit variabler Ventilsteuerung soll 220 PS bei 5.600 Umdrehungen leisten. Das Maximaldrehmoment von 305 Newtonmetern liegt bei 2.800 Umdrehungen an. Übertragen wird die Leistung entweder über ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Viergang-Automatik an alle vier Räder. Über die Fahrleistungen des knapp über zwei Tonnen schweren H3 hat Hummer keine Angaben gemacht.

Stark im Gelände
Dafür informiert die GM-Tochter ausführlich über die Allradtechnik des H3. Unter anderem verfügt das elektronisch gesteuerte Allradsystem über ein Sperrdifferenzial, eine Traktionskontrolle für alle vier Räder und ein Untersetzungsgetriebe. Die Getriebereduktion ist auch als Extrem-Variante für ganz wilde Kletterpartien bestellbar. Ansonsten bietet der Hummer die klassische Fahrwerkstechnik eines Offroaders. Dazu zählen ein Leiterrahmen und eine Starrachse hinten mit Blattfederung. Außerdem verhelfen dem H3 ein Unterbodenschutz und eine respektable Wat-Tiefe von 600 Millimetern zu hoher Geländetauglichkeit. Schließlich verfügt der Mini-Hummer über eine elektronische Stabilitätskontrolle. Der H3 rollt serienmäßig auf 16-Zoll-Alufelgen.

Ziviler Innenraum
Der recht sachlich wirkende Innenraum bietet keine besonderen Überraschungen. Zur Serienausstattung zählen ein Lederlenkrad und eine im Verhältnis 60:40 umlegbare Rücksitzbank. Zur Sicherheitsausstattung gehören zweistufige Frontairbags mit Sitzbelegungserkennung und Seitenairbags. Optional lassen sich die Stoffsitze des H3 mit Leder beziehen. Weitere Extras sind ein DVD-Navigationssystem mit 6,5-Zoll-Touch-Screen und ein riesiges elektrisches Glasschiebedach.
(mh)

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