Die US-Car-Tuner verpassen dem amerikanischen Sportwagen 524 PS

München, 5. April – Der Spezialist für US-Fahrzeuge, Geiger Cars, präsentiert auf Basis der aktuellen Corvette C6 eine 325-km/h-Version der Ami-Flunder namens SC 524 Kompressor an. Das ohnehin schon bärenstarke 404-PS-Serienmodell wurde von den Münchner Tunern auf stattliche 524 PS modifiziert. Der aufgeladene V8 produziert ein maximales Drehmoment von 637 Newtonmeter und beschleunigt den Zweisitzer – ob Coupé oder Cabrio – in nur 3,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Tuner aus dem Münchner Osten bieten Komplettfahrzeuge ab 87.990 Euro an oder bauen vorhandene Fahrzeuge je nach Wunsch um.

Kompressorumbau in zwei Varianten
Die Motorentechniker von Geiger Cars entwickelten für das Sechsliter-Triebwerk der Corvette C6 einen Kompressorumbau. Die Spezifikation kostet inklusive Montage und Feinabstimmung auf dem Prüfstand 23.371 Euro. Im Preis enthalten sind der Schraubenkompressor, ein effizienteres Luftansaugsystem mit zwei Sportfiltern, eine spezielle Drosselklappeneinheit, Edelstahl-Fächerkrümmer, Metallkatalysatoren und eine Edelstahl-Hochleistungsauspuffanlage mit vier großen Endrohren.


Neuprogrammierung der Motorelektronik
Um die Leistungskomponenten optimal aufeinander abzustimmen, wird die Motorelektronik neu programmiert. Spezielle Entlüftungsöffnungen in der neu gestalteten Motorhaube sollen für einen optimierten Luftdurchsatz im Motorraum sorgen. Alternativ dazu gibt es für 17.366 Euro den Kompressor-Umbau auch in einer abgespeckten Version mit ,nur" 493 PS. Der Preis- und Leistungsunterschied von 31 PS ergibt sich durch den Verzicht auf Spezialdrosselklappe, Fächerkrümmer, Metallkatalysatoren und Sportauspuff sowie eine geänderte Abstimmung der Motorelektronik.

Modifikationen an Aerodynamik und Fahrwerk
Um dem gesteigerten Leistungspotenzial gerecht zu werden, passen die US-Car-Tuner auch Aerodynamik, Räder, Fahrwerk und Bremsen an. Der große, ovale Lufteinlass der neuen Frontschürze soll eine großzügige Frischluftversorgung von Wasser-, Öl- und Klimakühlern garantieren. Die seitlichen Öffnungen wurden so gestaltet, dass der eintretende Fahrtwind die Kühlung der vorderen Bremsen optimiert. Der integrierte Frontspoiler soll den Auftrieb an der Vorderachse reduzieren. An der Heckschürze wurde eine längere Abrisskante integriert, die zusammen mit dem unten eingearbeiteten Diffusor den Auftrieb an der Hinterachse minimiert. Die 6.999 Euro teuren 20 Zoll-Chromräder in Kombination mit 255er-Pneus vorne und 305er-Bereifung an der Hinterachse sollen nicht nur die Optik aufwerten, sondern auch nachhaltig das Handling verbessern.


355-Millimeter Bremscheiben an der Hinterachse
Zusätzlich bietet Geiger Cars verschiedene Optionen für das Fahrwerkstuning der neuen Corvette an. Das Angebot reicht von einem Tieferlegungssatz, der Coupé und Cabriolet um zirka 30 Millimeter der Straße näher bringt, über ein Federbein-Sportfahrwerk, das die serienmäßigen Querblattfedern ersetzt, bis zu Sportstabilisatoren an Vorder- und Hinterachse. Um die Endgeschwindigkeit des Kompressor-Boliden von 325 km/h stets sicher kontrollieren zu können, bremsen an der Vorderachse innen belüftete und gelochte 355-Millimeter-Bremsscheiben und Vierkolben-Aluminium-Festsättel den Vorwärtsdrang der Corvette. An der Hinterachse kommen 345 Millimeter große Bremscheiben und ebenfalls Vierkolben-Aluminium-Festsättel zum Einsatz. Die komplette Bremsanlage berechnet Geiger mit 7.770 Euro.
(os)

Bildergalerie: Starke Geiger-Corvette