Die sportlichen Japaner sollen auch deutsche Straßen unter die Reifen nehmen

Das lange Warten enthusiastischer Honda-Fans hat endlich ein Ende. Die Japaner stellen die seit Markteinführung des Civic herbeigesehnten Sportvarianten des Kompaktwagens vor. Die Modelle Civic Type S und Type R sollen mit bis zu 201 PS für Fahrspaß pur sorgen.

Type S mit 140 PS
Der Type S wird wahlweise von einem 1,8-Liter-Benzin- oder einem 2,2-Liter-Dieselmotor angetrieben. Beide Triebwerke leisten 140 PS. Mit dem 1,8-Liter-i-VTEC-Benzinmotor benötigt der handgeschaltete Type S für den Sprint von null auf 100 km/h 8,9 Sekunden. Der Kraftstoffverbrauch liegt laut Hersteller bei 6,6 Litern auf 100 Kilometern. Das Dieselaggregat ist ein i-CTDi-Motor mit 2,2 Liter Hubraum. Damit dauert der 100-km/h-Sprint 8,6 Sekunden. Das Triebwerk kommt serienmäßig mit einem Partikelfilter. Beide Motoren sind mit Sechsgang-Schaltgetrieben ausgestattet. Auf Wunsch ist der 1,8-Liter-Type-S mit dem automatisierten Schaltgetriebe i-Shift erhältlich, bei dem der Gangwechsel wahlweise automatisch oder manuell über den Schalthebel oder Schalttasten im Lenkrad vorgenommen werden kann.

Type R mit 201 PS
Der Zwei-Liter-DOHC-i-VTEC-Saugmotor des Type R mit variabler Einlassnockenwelle bietet dieselbe Leistung wie bisher, der hohe Drehzahlbereich des VTEC-Aggregats soll jedoch breiter und besser nutzbar sein. Die Leistung liegt bei 201 PS. Den 100-km/h-Sprint absolviert der Civic Type R in 6,6 Sekunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 235 km/h. Das Sechsgang-Schaltgetriebe des Type R soll mit Hochleistungs-Synchronelementen und exakt arbeitenden Schaltmechanismen schnelle und präzise Gangwechsel ermöglichen. Das Getriebe besitzt am ersten und zweiten Gang eine Dreifachkonussynchronisation. Dies soll eine schnelle Drehzahlanpassung ermöglichen.

Wenig Änderungen im Innenraum
Die Innenraumgestaltung basiert beim Type R und Type S auf dem gleichen Ansatz wie beim 2006 vorgestellten Civic. Das Multifunktionslenkrad mit drei Metallspeichen ist in schwarzem Leder mit silbernen Steppnähten beim Type S und roten Steppnähten beim Type R ausgeführt.
Die Stellung des Lenkrades ist aufrechter und damit sportlicher als bei den Modellen der Civic-Vorgängergeneration. Die Lenksäule ist sowohl in der Höhe als auch in der Weite verstellbar. Optional kann für die Sportcoupés des Civic ein DVD-Navigationssystem mit dynamischer Routenführung, Sieben-Zoll-Farbmonitor, Sprachsteuerung und Bluetooth-Freisprecheinrichtung geordert werden. Auch Xenon-Scheinwerfer sind für den Type S optional erhältlich, beim Type R sind diese in der Serienausstattung enthalten.

Schalensitze im Civic Type R
Groß dimensionierte, schwarze Schalensitze mit Alcantara-Bezug und roten Steppnähten sollen Fahrer und Beifahrer viel Seitenhalt aber auch eine ergonomisch perfekte Sitzposition bieten. Rot sind auch die Anzeigen in der Instrumententafel illuminiert. Das Lenkrad verfügt über einen Bezug aus perforiertem Leder, der mit roten Nähten abgesteppt ist. Der Alu-Schaltknauf ragt aus einer schwarzen Leder-Manschette – ebenfalls mit roten Steppnähten – hervor.

Fahrwerk für Type S und Type R
Beim Type S wurden zugunsten einer strafferen Fahrwerksdynamik die Feder- und Dämpfereinstellungen überarbeitet und die Spur hinten um 20 Millimeter verbreitert, während die bei allen Type S serienmäßigen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 225er-Reifen bezogen werden. Der betont sportliche Charakter des Type R wird durch straffere Federn und Dämpfer sowie ein um 15 Millimeter tieferes Fahrwerk erreicht. Zusätzlich profitiert der Type R von einer steiferen Karosserie. So wurden die Bodenwanne vorn, die oberen Aufhängungspunkte und die Fronttraverse im Motorraum verstärkt. Die 18-Zoll-Felgen des Top-Modells sind mit 225er-Pneus bezogen.

Scheibenbremsen rundum
Bewährte Technik sorgt für die Verzögerung: Die innen belüfteten Scheibenbremsen vorn haben einen Durchmesser von 282 Millimeter beim Type S und 300 Millimeter beim Type R. Bei beiden Fahrzeugtypen werden an der Hinterachse Scheibenbremsen mit 260 Millimeter Durchmesser eingesetzt.

Umfangreiches Sicherheitspaket
Civic Type S und Type R sind mit ABS, elektronischer Bremskraftverteilung und Fahrzeugstabilisierungshilfe ausgestattet. Alle Civic-Modelle haben Front-, Seiten- und Kopfairbags sowie Doppel-Gurtstraffer an den Vordersitzen. Ein neues Gurtwarnsystem signalisiert dem Fahrer per Anzeige in der Instrumententafel, falls einer der Fahrgäste auf der Rücksitzbank nicht richtig angegurtet ist. Gegen die unangenehmen Folgen eines Schleudertraumas verfügt der Civic Type S zudem über aktive Kopfstützen an den Vordersitzen.

Type R in Leichtbauversion
Zukünftig soll es auch eine Leichtbauversion des Civic Type R geben. Zur Gewichteinsparung entfallen unter anderem die Klimaanlage, die Audioanlage, die hintere Gepäckraumabdeckung, die untere Motorraum-Abdeckung und Geräuschdämmmaterial. Die abgespeckte Version bringt 40 Kilogramm weniger Gewicht auf die Waage. Wer mit seinem Civic auf die Rennstrecke und nicht auf die Straße möchte, kann sich freuen: Da der Civic Type R sich seit seiner Einführung 2002 in europäischen Motorsportkreisen großer Beliebtheit erfreut, plant Honda eine Race-Version des Fahrzeugs, die den Anforderungen der Gruppe N, der Gruppe A und der neuen Gruppe R gerecht werden soll. Der Verkauf des Civic Type S startet im Sommer 2007. Das sportliche Topmodell Type R soll bereits ab März 2007 im Handel erhältlich sein. Die Preise hat Honda noch nicht mitgeteilt.

Bildergalerie: Japanische Rennflundern