Schnellster Diesel der Welt: Rekord auf dem Bonneville Lake
Mit zwei 750-PS-Baggermotoren setzt der JCB Dieselmax neue Bestmarke
Der schnellste Diesel der Welt
Zu verdanken ist dieser Fortschritt unter anderem der Nutzfahrzeugfirma JCB aus England und ihren starken Dieselmotoren. Mit großem Selbstbewusstsein haben sich die Briten der Aufgabe gestellt, die besondere Leistungsfähigkeit ihrer Aggregate eindrucksvoll zu demonstrieren. Die zentrale Zielvorgabe im Lastenheft der Entwickler lautete: den bestehenden Geschwindigkeitsrekord für dieselgetriebene Landfahrzeuge brechen.
Zigarre mit 1.500 PS
Das Dieselmax getaufte Rekordfahrzeug hat nichts gemein mit den gewöhnlichen Schaufelladern von JCB. Die schwarzgelbe Zigarre mit Karbon-Außenhaut wurde radikal auf Stromlinienförmigkeit hin optimiert. In seinem Hightech-Inneren nageln zwei Diesel mit je 750 PS. Damit treiben den schnellen Einzelgänger rund doppelt so viel Pferde an wie Michael Schumacher in seinem Dienstwagen.
Mit 529 Sachen auf Salzsee
Ende August 2006 gelang es dem JCB-Team, den Tempo-Rekord offiziell zu knacken. Auf 529,15 km/h wurde die neue Bestmarke festgelegt und so der bisherige Rekord um fast 40 Prozent überboten. Damit ist der von Andy Green gesteuerte Dieselmax das derzeit schnellste Dieselfahrzeug der Welt.
Offizieller FIA-Rekord
Beim ersten Lauf auf dem Bonneville-Salzsee in Utah/USA erreichte Green eine Geschwindigkeit von 521,852 km/h. Nach den Regeln der internationalen Motorsportorganisation FIA musste das Fahrzeug die Strecke innerhalb einer Stunde in Gegenrichtung befahren. Bei diesem zweiten Lauf wurden von den FIA-Zeitnehmern sogar 536,497 km/h gemessen. Die offizielle Mittelgeschwindigkeit wurde deshalb auf 529 km/h festgelegt.
Nutzen für die Zukunft
Die beiden im Rekordfahrzeug eingebauten Motoren entsprechen im Grundaufbau den Standardmotoren von JCB. Motorblock, Zylinderköpfe und die Ventilgestänge sind identisch. Doch um die 750 PS zu erreichen, musste vieles an den Motoren verändert werden. Die zahlreichen technischen Speziallösungen könnten künftig auch in die Serienmotoren einfließen. JCB verspricht für die Zukunft Antriebe, die sparsamer, geräuschärmer und langlebiger sind. So soll nach Ansicht von JCB die Jagd nach dem Geschwindigkeitsrekord letztendlich dem Anwender und der Umwelt zugute kommen.
(mh)
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