Von den Anfängen der Schweden in Deutschland bis zu den aktuellen Modellen

50 Jahre Volvo in Deutschland, einiges ist geschehen in diesen fünf Jahrzehnten der deutschen Geschichte: Die Berliner Mauer wurde am 13. August 1961 errichtet und fiel am 9. November 1989 unter massivem Druck der Öffentlichkeit. 1972 fanden in München die Olympischen Spiele statt und zwei Jahre später wurde die deutsche Nationalelf im eigenen Land Fußballweltmeister, 1990 konnten sie diesen Erfolg beim Endrundenturnier in Italien wiederholen. Am 19. April 2005 wurde Kardinal Joseph Ratzinger zum ersten deutschen Papst seit 1523 gewählt und ist seitdem unter dem Namen Benedikt XVI. im Amt.

Innovationen, die zum Standard wurden
Zugegebenermaßen, die Geschichte von Volvo in Deutschland kann mit diesen historischen Begebenheiten nicht ganz mithalten. Dennoch sorgten die Schweden für einige Innovationen im Autobau, die heute zum absoluten Standard gehören: 1959 rüstet Volvo als weltweit erster Hersteller die Modelle P120 und PV 544 serienmäßig mit Drei-Punkt-Sicherheitsgurten aus. Volvo wirbt mit großen Aufwand für den Gurt und engagiert den damals äußerst populären Stuntman Arnim Dahl. Zu Werbezwecken schwebt er in einem Volvo 1800, der lediglich an Sicherheitsgurten aufgehängt war, über das Hamburger Hafenbecken und demonstriert die Belastbarkeit des Systems. Die weiteren Sicherheitsvorkehrungen der Autos aus dem hohen Norden reichen damals von der Sicherheitszelle über die Verbundglas-Windschutzscheibe bis zu Scheibenbremsen rundum. 1996 verfügt der Volvo S40 als erstes Fahrzeug weltweit serienmäßig über Seitenairbags.

Von 814 Fahrzeugen zum drittgrößten Volvo-Markt
Dennoch ist der Start für Volvo ein Wagnis. In den 50ern verfügt Deutschland nach den USA über die weltweit größte Pkw-Produktion und der Anteil der verkauften Importfahrzeuge liegt bei nur neun Prozent. Den Schweden kommt allerdings zugute, dass das deutsche Wirtschaftswunder in vollem Gange ist. Rund 627.000 Neuwagen werden 1958 in Deutschland zugelassen. Hinzu kommen die aus heutiger Sicht sensationell günstigen Spritpreisen von 60 Pfennig pro Liter und die äußerst komfortablen Parkplatz-Verhältnisse. Da Schweden kein Mitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, dem Vorläufer der heutigen EU, war, gestaltet sich der Fahrzeugimport als sehr kostspielig. Dennoch war der schwedische Hersteller Anfang der 60er Jahr mit Händlern in allen deutschen Großstädten vertreten und verkaufte 1962 immerhin 814 Fahrzeuge. 1971 werden erstmals mehr als 10.000 Volvo-Modelle verkauft. Bisheriger Höhepunkt der Volvo-Verkaufszahlen in Deutschland war das Jahr 2002. Mit 42.132 verkauften Einheiten erreichen die Schweden einen Marktanteil von 1,3 Prozent. Heute ist Deutschland nach den USA und Schweden der weltweit drittgrößte Markt für die Skandinavier. In unserer Bildergalerie geben wir Ihnen ein Überblick über die interessantesten Modelle der Schweden, darunter auch Raritäten, die in Deutschland nie offiziell verkauft wurden.

Bildergalerie: Alles Gute, Volvo