Neue Materialien und cleveres Design sollen Sprit sparen helfen

Unter anderem verstärkte Anti-Crash-Strukturen ließen unsere Autos in den letzten Jahren immer schwerer werden. Leichtbaukonzepte, wie sie nun der Zulieferer Faurecia vorstellt, sollen die zusätzliche Last ausbalancieren und so Verbrauch und Emissionen verringern helfen. Die von Faurecia vorgeschlagenen Maßnahmen beziehen sich auf die Komponenten, für welche die Firma bekannt ist: Sitze, Cockpits, Türen, Vorderbau und Auspuffanlagen.

Interieur und Sitze
Im Fahrzeuginneren können nach der Vorstellung von Faurecia Textilien an vielen Stellen die Funktion von festen Strukturen übernehmen. Sogar die Mittelkonsole kann aus diesem Material bestehen. Auch die Handschuhfachklappe sowie die Lufteinlässe werden aus einem leichten Gewebe hergestellt, während man die Türen teilweise mit Naturfasern auskleiden kann. Insgesamt sparen diese Interieurkomponenten 15 bis 20 Prozent Gewicht gegenüber konventionellen Elementen. Kunststoffsitze mit ultradünnen Lehnen und Polstern sollen trotz niedrigerer Masse genug Komfort bieten. In Spritzgusstechnik gefertigte Kopfstützen und verbesserte Sitzschienen machen das Auto ebenfalls leichter – und bieten trotzdem erhöhte Sicherheit. Insgesamt werden die Sitze etwa 15 Prozent leichter.

Leichtere Schalldämmung
Faurecia stellt außerdem eine verbesserte Schalldämmwand für den Bereich zwischen Insassenkabine und Motor vor. Normalerweise setzt sich diese Wand aus relativ schweren Kreide- und Plastik-Schichten zusammen. Faurecia ersetzt sie durch eine Dreischichten-Dämmwand. Sie besteht aus einer dünnen, luftdichten Mittelschicht, auf die beidseitig ein Kunststoffschaum aufgetragen wird. So wird das Gewicht der Dämmwand um 25 bis 30 Prozent gesenkt.

Frontträger und Auspuffanlage
Auch um den Vorderbau des Autos kümmert sich Faurecia. Ein neues Trägermodul mit einer Alu-Wabenstruktur und Energie absorbierendes Material aus Plastik beziehungsweise Kunststoffschaum sollen die Wucht eines Frontalaufpralls abfangen. Diese Elemente ersetzen Stahlkomponenten und machen so den Frontträger 20 bis 30 Prozent leichter. Dies erlaubt den Autoherstellern außerdem, den vorderen Überhang zu verkürzen, was dem Innenraumangebot zugute kommt. Schließlich lässt sich auch beim Abgassystem Gewicht einsparen. Durch dünnere Rohre und Schalldämpfer wird der Auspufftrakt um 25 bis 30 Prozent leichter.

Insgesamt 30 Kilo sparen
Insgesamt sollen die von Faurecia vorgeschlagenen Elemente das Autogewicht um immerhin 30 Kilo senken. Konsequenter Leichtbau kann das Fahrzeuggewicht also deutlich verringern und so dazu beitragen, die geplanten strengen CO2-Grenzwerte zu erreichen.

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