Nanotechnologie-Katalysator im Mazda 3 braucht weniger Platin und Palladium

Abgaskatalysatoren sind bereits seit Ende der 80er-Jahre für Benzinmotoren Standard. So ein Kat besteht aus einem Träger aus Keramik oder Metall, auf den katalytisch aktive Edelmetalle aufgebracht werden. Zum Einsatz kommen Platin, Rhodium und Palladium. 70 Prozent weniger von diesen teuren Metallen braucht ein nun vorgestellter Dreiwege-Kat von Mazda – Nanotechnologie macht's möglich. Die Technik soll ab Frühjahr 2009 im neuen Mazda 3 mit 2,0-Liter-Benzinmotor und danach schrittweise in weiteren Modellen eingesetzt werden.

Metallverklumpung im Kat
In konventionellen Katalysatoren sind die Edelmetalle relativ locker an das Basismaterial gebunden. Dies führt unter Wärmeeinwirkung unweigerlich zu einer Verschmelzung der Edelmetalle zu größeren Klumpen. Die katalytisch wirksame Oberfläche wird dadurch verringert, die Katalysatorleistung nimmt ab. Um trotzdem eine ausreichende Wirkung zu erzielen, wird bei konventionellen Kats einfach mehr Edelmetall verwendet. Intelligenter geht es mit Nanotechnologie. Mazda entwickelte eine neue Trägermaterialstruktur und bringt darauf sehr kleine Edelmetall-Partikel auf: Sie besitzen einen Durchmesser von weniger als fünf Nanometer. So werden lediglich 0,15 statt 0,55 Gramm Edelmetall pro Liter Trägermaterial benötigt.

Konvertierungsrate bleibt erhalten
Dennoch soll die Konvertierungsrate über die gesamte Lebensdauer selbst unter schärfsten Betriebsbedingungen im vollen Umfang erhalten bleiben. Selbst die Bedingungen für ,Super Ultra-Low Emission Vehicles" (SU-LEV) in Japan werden damit vom Mazda 3 2.0 unterboten. Die Emissionswerte liegen sogar um 75 Prozent unter den vom Gesetzgeber verlangten Werten, so Mazda.

Bildergalerie: Neue Kat-Technik