Das Elektrofahrzeug gibt es in England bald mit moderner Batterie

Der indische Elektroauto-Hersteller Reva verkauft seine Autos in Großbritannien unter dem Namen G-Wiz. Der bisher mit Bleibatterien ausgerüstete G-Wiz i kann ab Mai 2009 auch mit einem Lithium-Ionen-Akku geordert werden. Ausgerüstet mit dem modernen Energiespeicher, kommt der dann G-Wiz L-ion genannte 2+2-Sitzer mit einer Ladung 120 Kilometer weit – das sind 43 Kilometer mehr, als der Blei-Wagen schafft. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei stadttauglichen 82 km/h und mit einer externen Schnelladestation sind die Batterien in einer Stunde wieder zu 90 Prozent voll – nach 1,5 Stunden sind 100 Prozent Ladezustand erreicht.

Viele Verbesserungen
Reva spricht von vielerlei Verbesserungen, mit denen sich das L-ion-Modell gegenüber der herkömmlichen i-Variante schmücken kann. Zum einen wird die Schnellade-Fähigkeit erwähnt, die bei der Blei-Akku-Version fehlt. Außerdem geht der Ladevorgang an einer Haushaltssteckdose beim neuen Modell mit sechs statt acht Stunden zwei Stunden schneller vonstatten. Hinzu kommt, dass beim Ladevorgang 20 Prozent weniger Energie verbraucht werden soll. Dabei ist der G-Wiz-L-ion auch noch 15 Prozent leichter als sein Blei-Bruder. Die Lebensdauer der Batterie gibt Reva mit mehr als drei Jahren an, wobei der versiegelte Energiespeicher wartungsfrei ist und mit drei Jahren Garantie daher kommt. Das lokal emissionsfreie Fahrzeug schlägt laut Hersteller bei der Energie-Erzeugung mit 63 Gramm CO2 pro Kilometer zu Buche.

1,60 Cent pro Kilometer
In der Anschaffung ist der elektrische Kleinwagen nicht ganz billig: umgerechnet 17.000 Euro muss ein britischer Kunde für den Wagen hinlegen. Dafür halten sich die Unterhaltskosten in Grenzen: Laut Hersteller reichen 1,60 Cent, um einen Kilometer voranzukommen. Für eine zum Anfang begrenzte Anzahl von i-Modellen bietet Reva eine Umrüstung auf die neue Technik an, der Preis dafür steht aber noch nicht fest.

Kleiner mit Lithium-Ionen