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Die Cobra aus Heyda: Roadster mit historischem Glanz
MK VI von der neuerdings sächsischen Firma AC Cars für knapp 100.000 Euro

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
29. Mär. 2010 um 13:11 Uhr
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Zum festen Inventar der Sportwagengeschichte gehört die AC Cobra, ein stark motorisierter britischer Roadster der 60er-Jahre. Die Rechte am Namen AC Cars liegen seit 2009 bei der sächsischen Firma AC Cars by Gullwing GmbH, die in Heyda bei Riesa sitzt, einem kleinen Ort zwischen Leipzig und Dresden. Das Unternehmen darf seine Autos allerdings nicht als Cobra bezeichnen. Daher trägt das neueste Modell den Namen MK VI.
Mit Corvette-V8 und bis zu 647 PS
Der MK VI wird in den Versionen GT und GTS angeboten. Beide besitzen einen V8-Motor aus der Corvette. Der GT besitzt den 437 PS starke Aggregat der Corvette C6, der GTS fährt mit dem 647 PS starken Antrieb der ZR1. Obwohl die Ur-Cobra einen Sechszylinder besaß, ist ein V8 in einem solchen Auto kein Stilbruch: Schon in den 60er-Jahren baute der Texaner Carroll Shelby einen getunten Achtzylinder von Ford in den Roadster ein. Beide Varianten des MK VI haben eine handgefertigte Leichtbaukarosserie aus Aluminium, die mit einem Verbundwerkstoff verstärkt wird. Das Gewicht ist dementsprechend niedrig: 990 Kilo beim GT und 1.025 Kilo beim GTS. Damit beschleunigt der GT in 3,9 Sekunden auf Tempo 100, beim GTS dauert es nur 3,3 Sekunden. Serienmäßig mitgeliefert wird ein Flügeltüren-Hardtop. Die Preise beginnen bei 99.960 Euro.
Zahlreiche Nachbauten
Die Ur-Cobra war eine Weiterentwicklung des AC Ace, einem offenen Zweisitzer mit einem Sechszylinder-Reihenmotor von AC, Bristol oder Ford. Die Ursprünge der Firma AC Cars mit Sitz in Thames Ditton in der Grafschaft Surrey reichten bis ins Jahr 1902 zurück. Schon in den 70er-Jahren verschwand die Autoschmiede von der Bildfläche. Doch ist die Cobra in zahllosen Nachbauten noch immer präsent.
Bildergalerie: Sächsische Cobra

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