Smart stellt sein elektrisches Fahrrad vor

Bis zu 25 km/h schnell mit einem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug: Das Smart eBike kommt. Das Elektrofahrrad ist ein so genanntes Pedelec, ein Pedal Electric Cycle. Wer bei diesem Bike in die Pedale tritt, wird mit zusätzlicher Unterstützung über einen Elektromotor belohnt.

100 Kilometer Reichweite
Das eBike ist kein auf Elektroantrieb umgerüstetes Fahrrad, sondern es wurde von vornherein als Pedelec konzipiert. So sind die Batterie und der Motor clever in die Konstruktion integriert. Beim Antriebsaggregat handelt es sich um einen wartungsfreien, bürstenlosen Hinterrad-Nabenmotor von der Firma BionX. Die Kraft des Fahrers wandert nicht über eine herkömmliche Kette, sondern über einen Riemenantrieb nach hinten. Für den Gangwechsel steht eine Dreigang-Nabenschaltung zur Verfügung.

Kraftstufen
Der Elektromotor des eBike leistet maximal 250 Watt (0,34 PS). Wie viel Leistung wirklich für den Vortrieb gebraucht wird, kann der Fahrer am Lenkrad per Knopfdruck über vier Stufen einstellen. Die stärkste Stufe sorgt selbstredend für größtmöglichen Vortrieb, die niedrigste für eine Reichweite bis zu 100 Kilometer. Seine Energie speichert das eBike in einem Lithiumionen-Akku mit einer Kapazität von über 400 Wattstunden. Untergebracht ist der Energiespeicher in einer Kunststoffverkleidung am Unterrohr im Rahmendreieck. Geladen wird die Batterie an einer 230-Volt-Haushaltsteckdose. Dafür kann der Akku entweder im Fahrrad verbleiben, oder er wird ohne Bike einfach mit in die Wohnung genommen. Das Schöne: Auch per Rekuperation lässt sich der Akku wieder laden. Vorne und hinten sorgen MT4-Scheibenbremsen von Magura für Verzögerung. Beim Bremsen wird die Stromzufuhr zum Motor unterbrochen und dessen Vortrieb gestoppt. Dann wird das Triebwerk zum Generator umgepolt und wertvolle Energie wandert zurück in die Batterie.

USB-Anschluss
Serienmäßig wird das Smart eBike mit einem USB-Anschluss ausgerüstet. Mithilfe einer mobilen Halterung lassen sich so verschiedene mobile Endgeräte an den Stromkreislauf des Fahrrads anschließen. Zudem ist eine iPhone-App in Planung, die den Fahrer über den Ladezustand der Batterie und die Reichweite des Bikes informiert. Außerdem entwirft Smart gerade verschiedene Taschen, die sich maßgeschneidert am eBike befestigen lassen. Das Frontlicht und die Heckbeleuchtung werden komplett in LED-Technik ausgeführt. Eine augenzwinkernde Anmerkung am Rande: Mit seinen 26-Zoll-Rädern ist das eBike der Smart mit den größten Serien-Rädern. Die Smart Fortwo in der höchsten Ausstattung Passion kommen mit 15-Zoll-Rädern daher und selbst die Brabus-Modelle müssen sich ab Werk mit 16-Zöllern begnügen.

Ab 2012 zu haben
Gebaut wird das Smart eBike von der deutschen Firma Grace aus dem brandenburgischen Biesenthal, 20 Kilometer nördlich vor den Toren Berlins. Auf der Fahrradmesse Eurobike in Friedrichshafen (31. August bis 3. September) und auf der IAA in Frankfurt am Main (13. bis 25. September) wird das Fahrrad vorgestellt. Verkaufstart ist dann das erste Halbjahr 2012, die Preise beginnen bei knapp unter 2.900 Euro. In Europa darf das Smart eBike ohne Führerschein gefahren werden.

Bildergalerie: 0,34 PS: Das Smart eBike