,EDAG Light Car – Sharing": Weltpremiere auf Genfer Autosalon 2012

BMW macht es mit DriveNow, Mercedes mit car2go, die Deutsche Bahn mit Flinkster und VW mit Quicar. Die Rede ist von Carsharing, also der gemeinschaftlichen Nutzung von Fahrzeugen. Im März 2011 stellte der Entwicklungsdienstleister EDAG seine Vision des aus seiner Sicht perfekten Elektro-Fahrzeugs für den Leihbetrieb vor. Damals gab es nur Computergrafiken. Nun feiert das Unternehmen auf dem Genfer Autosalon 2012 (8. bis 18. März) die Weltpremiere seines Concept Cars ,EDAG Light Car – Sharing".

Leichte Bedienung
Das Fahrzeugkonzept von EDAG ist kompromisslos auf den Leihbetrieb ausgelegt und soll dabei so einfach und selbsterklärend zu nutzen sein wie der öffentliche Nahverkehr. Innen gibt es keine Ablageflächen oder aufwendigen Türverkleidungen. Neben einem ,Gas"-Pedal und einer Bremse findet der Nutzer lediglich einen Hebel für den Blinker vor. Als einziges Anzeigeelement dient ein Display, das die Hauptinformationen zu Geschwindigkeit, Ladezustand, Reichweite und Navigation liefert.

Für sechs Personen Platz
Mit 1,90 Meter Höhe gesegnet, soll das EDAG-Fahrzeug den bequemen Einstieg durch je eine seitliche Türe ermöglichen. Hinten ist das Auto mit einer geteilten Hecktüre ausgestattet, durch die die hinteren Passagiere die Fahrgastzelle entern. Sechs Insassen finden Platz – drei vorne, drei hinten. Sie sitzen Rücken an Rücken, die Fondpassagiere blicken also nach hinten. Wenn weniger Personen mitfahren und mehr Platz für Einkäufe oder einen Kinderwagen benötigt wird, lassen sich einige Sitze klappen. Im Innenraum kommen robuste, leicht zu reinigende Materialien zum Einsatz, wie man sie aus öffentlichen Verkehrsmitteln kennt. Dank Modulbauweise können Komponenten leicht getauscht werden.

Technogel gegen Parkrempler
Um Schäden durch leichte Parkrempler vorzubeugen, sind außen rückverformbare Flächen aus so genanntem ,Technogel" angebracht. Eine zentrale Rolle spielt beim EDAG-Konzept die Kommunikation durch Licht. Das Elektro-Fahrzeug zeigt mit farbigen LED-Flächen nach außen an, ob es gerade reserviert ist, gemietet werden kann oder ob es gerade geladen wird. Zu den weiteren Techniken an Bord gehört überdies ein im Außenspiegel untergebrachter Laser, der eine Sicherheitszone auf den Asphalt neben dem Auto projiziert. Diese soll anderen Verkehrsteilnehmern insbesondere bei Nacht signalisieren, dass gerade Passagiere ein- oder aussteigen. Zudem ist die Möglichkeit vorgesehen, dass das Fahrzeug auch im Stand Geld einbringt. Die Heckscheibe soll als elektronische Werbefläche fungieren. Auf dem Genfer Autosalon ist das ,EDAG Light Car – Sharing" als Exterieur-Dummy zu sehen. Dies bedeutet, das Innenraumkonzept wird noch nicht umgesetzt sein. Dafür können beispielsweise der Außenlaser und die Technogel-Flächen begutachtet werden.

Gallery: Laser an Bord