Das soll ein Roadster sein? Der Cadillac XLR-V im Test

Vor mir füllt sich ein schmaler eckiger Streifen mit Licht und geht wieder aus, was für ein stylischer Blinker. Vor mir fährt das gleiche Auto, dass auch ich fahre: Ein Cadillac XLR-V. Mit diesem vom Hersteller als Hochleistungs-Roadster bezeichneten 450-PS-Modell will Cadillac in der Riege der High-Perfomance-Cabrios mitmischen. Und wenn 450 PS auch auf den ersten Blick als enorm viel erscheinen, die Konkurrenz langt noch kräftiger zu. So fährt die Dodge Viper SRT-10 mit 506 PS vor, der Lamborghini Gallardo Spyder SE leistet sich 520 PS und der frisch gebackene Mercedes SLR McLaren Roadster haut 626 PS raus. So ist grotesker Weise der XLR-V der Schwächste in der Reihe der Super-Roadster. Wir haben getestet, ob er wirklich was hermacht.

Echter Amerikaner
In Sachen Design hat Cadillac schon immer den Mut gehabt, eigene Wege zu gehen. So sind auch die neuen Modelle sofort im Straßenbild als Cadillacs auszumachen. Der XLR-V fällt durch seine selbstbewusste Kantigkeit und seine glatten Flächen auf. Die Lichter sind traditionell senkrecht angeordnet. Der Wagen wirkt sehr präsent und stylisch. Wer auf Zurückhaltung und Understatement Wert legt, wird sich über den XLR-V ärgern. Wer gerne im Straßenverkehr auffällt, liegt mit dem Roadster von Cadillac richtig. Die 450-PS-Version ist vom normalen XLR kaum zu unterscheiden. Gut zu erkennen ist der Wabenkühlergrill aus poliertem Edelstahl. Die Bremssättel tragen das V-Logo ebenso wie die linke Seite der Kofferklappe.

Die Hand am Leder
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