Einer für Europa

Als Neuling im automobilen Nobelsegment hat man es nicht leicht. Ein wenig erinnert die momentane Lage von Nissans Edelmarke Infiniti an die Asterix-Comics: Auf der einen Seite das mutige Dorf der Japaner, rundherum die beherrschenden Lager von BMW, Audi und Mercedes. Der Zaubertrank, der Infiniti zum Durchbruch verhelfen soll, heißt Diesel und den gibt es jetzt auch im EX. Wir haben den Selbstzünder unter die Lupe genommen.

Bunte Mischung
Infiniti bezeichnet den 4,64 Meter langen EX30d nicht als SUV, obwohl ein Allradantrieb an Bord ist, sondern als ,Crossover-Coupé". Was sich zunächst nach automobiler Wundertüte anhört, ist teilweise durchaus zutreffend. Der EX hebt sich mit einer nach hinten abfallenden Dachlinie deutlich von einem Mercedes GLK oder einem Audi Q5 ab. Dadurch wirkt der Japaner weniger klobig. Die Nachteile offenbaren sich jedoch im Innenraum: Die Sicht nach hinten ist schlecht – glücklicherweise gibt es serienmäßig Parksensoren und gegen Aufpreis ein Kamerasystem inklusive Sicht aus der Vogelperspektive. Das Kofferraumvolumen fällt mit 340 Liter ziemlich mager aus, selbst ein VW Golf bietet hier mehr. Maximal kann das EX-Abteil mit 1.175 Liter befüllt werden. Als Clou klappen die Rücksitzlehnen per Knopfdruck im Kofferraum zu einer ebenen Fläche um, ein weiterer Knopfdruck stellt die Lehnen elektrisch wieder senkrecht. Für letzteren Vorgang gibt es auch eine Taste in der Mittelkonsole.

Mobiler Maßanzug
Das Raumangebot des Infiniti EX30d fällt angesichts d...