Großer Lademeister

Von wegen Produzent süsser Kleinwagen! Fiat rüstet im Zuge der Ehe mit Chrysler mächtig auf und stellt seinen Händlern ein dickes Ding auf den Hof: Den 4,89 Meter langen Fiat Freemont auf Dodge-Basis. Ist er eine Alternative zu VW Sharan und Co.?

Viel Raum
Aber die üppigen Abemessungen bieten handfeste Vorteile wie etwa eine versenkbare dritte Sitzbank, auf der auch Erwachsene Platz finden. Leider ist der Zugang wegen der recht fummelig umzuklappenden zweiten Reihe eingeschränkt. Passagiere auf den ersten beiden Bänken respektive Sitzen freuen sich über viel Raum für Beine, Kopf und Arme. Unübersehbar sind die US-Gene des Freemont im Cockpit, obwohl es von Fiat stark überarbeitet wurde. Einige silberfarbene Akzente sollen die schwarze Kunststoffwüste auflockern. Viel Eingewöhnung erfordert die Bedienung, insbesondere das in der Topversion Lounge serienmäßige Navi mit 8,4-Zoll-Touchscreen und grober Grafik sammelt in dieser Hinsicht Negativpunkte.

Weniger ist mehr
Unter dem Blech unseres Testwagens versammelt sich ein Trio aus einem 170-PS-Diesel, einer Sechs-Stufen-Automatik und Allradantrieb. Doch diese Kombination vermag nicht zu überzeugen: Der Sound des trägen Selbstzünders dringt unüberhörbar ins Innere, auch weil die Automatik die Gänge lange ausdreht und oft unmotiviert zwischen den Stufen springt. Wer nicht zwingend den Vierradantrieb und die Automatik braucht, greift besser zum handgeschalteten 170-PS-Diesel in der immer noch guten Urban-Ausstattung ohne Navi für ...