Im Test: MG ZT-T 260 V8

Früher wollte ich immer einen Ford Mustang haben. Ich weiß auch nicht, warum – die Form gefiel mir und Achtzylinder-Motoren fand ich schon als kleiner Junge genauso faszinierend wie mein Vater. Doch ich begnügte mich damit, bei diversen Reisen in die USA Fünfliter-V8-Mustangs als gar nicht mal teure Leihwagen zu nehmen. Mit der blubbernden Maschine durchs Death Valley – ein unvergessliches Vergnügen.

Mustang V8 unter der Haube
Nun bin ich endlich wieder in den Genuss eines Mustang V8 gekommen. Der steckt nämlich unter der Haube unseres Testwagens MG ZT-T 260 V8. Kompliment an Rover zu diesem Deal mit Ford USA. Und das Beste: Dieser MG wird in absoluter Kleinserie vorwiegend von Hand produziert, es wird nur ein paar hundert Exemplare geben. Denn dem ZT-T wurde nicht nur diese Wahnsinns-Maschine implantiert, sondern er wurde auch noch von Front- auf Heckantrieb umkonstruiert – mit allem, was dazu gehört: vom Umbau der Heizungs- und Klimaanlage bis zum Sperrdifferenzial. Ich frage mich allerdings, wie sich das rechnen kann, denn mit 46.950 Euro ist der ZT-T 260 V8 nach dem VW Passat W8 Variant für 43.725 Euro der preiswerteste Achtzylinder-Kombi in Deutschland.

Phänomenales Blubbern
Der dumpf blubbernde V8 ist kein übermäßiger Sprinter, aber ein echter Dampfhammer, der von unten heraus begierig am Ball bleibt. Den besten Sound bekommt man beim niedertourigen Hochbeschleunigen ab 2.000 U/min. Das ist wirklich phänomenal. Doch: Um auf der Autobahn über 220 km/h zu erreichen, brauc...