Die Drehorgel des Herrn Tada

Tetsuya Tada, Chefentwickler des Toyota GT 86 hatte es nicht leicht: In den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren holten er und sein Team ständig neue Sportwagen-Konzepte aus der Schublade. Doch ebenso ständig hörte Tada von den Controllern die Worte ,Dame desu", auf deutsch in etwa ,es ist zwecklos". Die Wende kam 2005: Toyota vereinbarte eine Allianz mit Subaru und suchte ein Symbol für die Zusammenarbeit. Etwa zur gleichen Zeit erkannte Firmenboss Akio Toyoda, dass in der Modellpalette ein leidenschaftliches Auto fehlt. Im Frühjahr 2007 konnte Herr Tada endlich ans Werk gehen. Fünf Jahre später steht das Resultat auf der Straße: der Toyota GT 86.

Ein waschechtes Coupé
4,24 Meter lang, 1,28 Meter hoch und das alles komprimiert in einer klassischen Coupéform. Hundertprozentig echt und eigenständig. Kein dreitüriges Derivat eines bekannten Kompaktfahrzeugs, das so aussieht, als wäre das Tonmodell im Designstudio aufs Dach gefallen. Und auch keine wüste Orgie von Sicken und Lichtkanten, um nicht vorhandene Dynamik auszugleichen. Nein, der GT 86 weiß mit einer schlichten, aber durchaus kräftigen Statur zu gefallen. Celica-Abmessungen? Gewiss, bis auf ein paar Zentimeter passt es und Toyota weist durchaus auf den berühmten Urahn des GT 86 (der übrigens ,Sechsundachtzig" ausgesprochen wird) hin. Doch die eigentlichen Vorbilder stammen aus den 1960er-Jahren. Gestatten: der nur 337-mal gebaute Toyota 2000 GT, von dem der GT 86 die Linie der Seitenfenster übernimmt. Hinzu kommen ...