Spanischer Schwager

Sagt Ihnen der Name Toledo etwas? Klar, eine Stadt in Spanien. Doch es gab eine Zeit, da war das gleichnamige Seat-Modell hierzulande noch viel bekannter. Zum günstigen Preis gab es ab 1991 enorm viel Platz samt VW-Technik. Doch im Zuge der Jahre wurde das Konzept immer mehr umdefiniert: Während sich der erste Toledo trotz Stufenheck-Optik durch eine große Heckklappe auszeichnete, war Toledo Nummer zwei eine ganz normale Limousine mit konventionellem Stufenheck, während Nummer drei zum verquollenen Van-Mutanten verkam. Folgerichtig sank die Nachfrage, 2009 war Schluss mit Toledo. Nun feiert die Modellbezeichnung ihr Comeback und zwar in Gestalt der spanischen Variante des Skoda Rapid.

Arm, aber anständig
In der namensgebenden Stadt wie auch im Rest Spaniens sind Toledo-Modelle noch weit verbreitet. Taxifahrer halten dort selbst der optisch obskuren dritten Generation die Treue, denn in diesem Gewerbe geht es um Platz. Viel Platz. Doch dazu später mehr, blicken wir zunächst auf die Optik von Toledo Nummer Vier. Er wirkt sachlich, aber äußerlich etwas flotter als sein Zwilling, der Skoda Rapid. Möglich machen das andere Scheinwerfer und größere Rückleuchten. Das Design des Toledo mag mancher langweilig finden, es zeigt aber, dass der Seat nichts vorgaukeln will. Ähnlich ist es auch im Innenraum: sachliche Strenge ohne Mätzchen, dabei aber durchaus elegant. Je nach Ausstattung werten Chromrahmen das Interieur auf, ebenso kann es zweifarbig gestaltet werden. Man darf freilich ni...