42 Zementsäcke oder ein Rhinozeros

Palma de Mallorca (Spanien), 11. November 2015 – Man mag es kaum glauben, aber Nissan hat seit über 80 Jahren Pick-ups im Programm. Von 1933 bis 1988 liefen sie unter dem Namen Datsun. Seit vier Generationen trägt der Lastesel nun die Nissan-Plakette. Moment, ,Lastesel"? Klar, oder? Denn Pick-ups werden von den Herstellern in der Nutzfahrzeuge-Familie geführt und sie erhalten meist eine LKW-Zulassung. Ja, aber die neue und fünfte Generation des Nissan NP300 Navara will sich vom reinen Arbeitstiercharakter loslösen und der Eintonnen-Pick-up soll auf dem europäischen Markt das werden, was Pick-ups in Nordamerika schon lange sind: Alltagsfahrzeuge mit Lifestyle- und Freizeit-Charakter. Ob er das schafft und dabei besser ist als VW Amarok, Mitsubishi L200 und Co.? Wir haben ihn bereits vor seiner offiziellen Markteinführung im Januar 2016 ausprobiert.

Man kombiniere Crossover mit Nutzfahrzeug
Jamie MacLean, Manager der europäischen Truck-Produktplanung bei Nissan, erklärt uns, dass der NP300 Navara ,ein Arbeitsgerät für viele Aufgaben" ist. Eine Art ,Schweizer Taschenmesser" für Freizeit und Arbeit. Dafür hat man verschiedene Eigenschaften in einem Fahrzeug vereint. Die zwei großen Punkte sind Robustheit und Cleverness. Ein Nutzfahrzeug mit Crossover-Elementen also. So ist der Pick-up optisch mehr zum PKW mutiert. Die gesamte Frontpartie mit V-Grill und den optionalen LED-Scheinwerfern wurde dem europäischen Bestseller Qashqai angepasst. Beim NP300 packt Nissan eigentlich nur ei...