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Für eine persönlichere Erfahrung

Opel zeigt Polizei-Grandland mit Plug-in auf GPEC in Leipzig

Mit 225 PS und Kellenhalterung geht's auf Streife

Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug
Bild von: Opel

Opel hat eine lange Tradition, wenn es um Polizeifahrzeuge geht – vor allem in Nordrhein-Westfalen. Lange überwachten Vectra, Omega, Astra, Frontera und Zafira den Verkehr im größten Bundesland Deutschlands. Die meisten von ihnen waren noch im klassischen Grün-Weiß unterwegs.

Um vielfältig einsetzbare Fahrzeuge zu haben, gehen immer mehr Länder in Richtung Kastenwagen und SUV. Einen Neuzugang für letzteres Segment bietet Opel mit dem Grandland. Auf der Fachmesse für Innere Sicherheit (GPEC) in Leipzig zeigten die Rüsselsheimer erstmals einen entsprechend umgerüsteten Streifenwagen auf Basis des aktuellen Modells.

Bildergalerie: Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug

Die technische Basis für das neue Einsatzfahrzeug bildet der bekannte Plug-in-Hybrid-Antrieb aus dem Stellantis-Regal. Die Kombination aus Verbrenner und Elektromotor stellt eine Systemleistung von 165 kW (225 PS) zur Verfügung. Das maximale Drehmoment liegt bei 350 Nm. Geschaltet wird über ein elektrisches Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen.

Wenn es im Einsatz schnell gehen muss, kann das SUV in 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h mithalten. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 220 km/h erreicht. Den durchschnittlichen Verbrauch gibt der Hersteller mit 14,5 kWh Strom und 2,6 Litern Benzin auf 100 Kilometer an. Ob die Polizei allerdings Zeit hat, regelmäßig zu laden? Falls nicht, warten mindestens 6,3 Liter auf 100 Kilometern. Emissionseinsparungen sind also zumindest auf dem Papier möglich.

Spezialumbau von EDAG

Für die Verwandlung vom zivilen Pkw zum echten Streifenwagen holte sich Opel die Experten von EDAG ins Boot. Optisch fällt natürlich sofort die spezielle Fahrzeugfolierung nach der sogenannten VESBA 2.0-Norm auf. Diese Sicherheitsbeklebung nutzt retroreflektierende und fluoreszierende Elemente, um die Sichtbarkeit bei schlechtem Wetter oder in der Nacht maßgeblich zu erhöhen.

Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug

Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug

Bilder von: Opel
Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug

Opel Grandland (2026) Polizeifahrzeug

Auf dem Dach des Grandland thront eine Sondersignalanlage vom Typ Hänsch DBS 4000. Diese bringt nicht nur das obligatorische Blaulicht mit, sondern verfügt auch über seitlich ausgerichtete Scheinwerfer zur Umfeldbeleuchtung (Alley Lights), Powerblitzer und ein Heckwarnsystem. Hinzu kommen Vollmatrixanzeigen an Front und Heck, um dem vorausfahrenden oder nachfolgenden Verkehr schriftliche Anweisungen zu geben.

Im Innenraum wurde eine Funkvorrüstung für das digitale Tetra-Netz installiert, inklusive GPS-Antenne, Halterungen im Cockpit und Lautsprechern im Dachhimmel. Ergänzt wird die polizeispezifische Ausrüstung durch zusätzliche LED-Beleuchtung im Kofferraum, einen Feuerlöscher, einen Notfallhammer und die klassische Halterung für die Anhaltekelle.

Um den Rücken der Beamten bei einer langen Schicht im Streifendienst zu entlasten, verbaut Opel im präsentierten Grandland die zehnfach elektrisch verstellbaren Sitze mit dem bekannten AGR-Gütesiegel. Für die nötige Übersicht bei Nachteinsätzen sorgt das adaptive HD-Matrix-Licht, während eine 360-Grad-Kamera das Rangieren in engen Gassen oder bei unübersichtlichen Einsatzlagen erleichtern soll.

Preise für den Spezialumbau nannte Opel auf der Messe ebenso wenig wie einen konkreten Zeitpunkt, ab dem die ersten Fahrzeuge dieser Art regulär an die Polizeibehörden ausgeliefert werden könnten.