Sparsame BMW-Selbstzünder mit 90 und 112 PS lösen PSA-Aggregate ab

Wie macht man einen Klassiker fit für die kommenden Jahre? Indem man vieles lässt, wie es ist, und sich nur auf Detailverbesserungen konzentriert. Nach diesem Motto ist Mini beim Facelift seiner Modellfamilie vorgegangen. Der Mini, die Kombivariante Clubman und das Cabrio gehen optisch dezent überarbeitet an den Start. Im Mittelpunkt stehen neue Dieselmotoren, die den Lifestyle-Flitzer besonders sparsam machen.

Mehr PS und mehr Drehmoment
Bisher kamen im Mini Dieselmotoren aus dem französischen PSA-Konzern (Citroën, Peugeot) zum Einsatz. Künftig bedient sich Mini im eigenen Hause und setzt auf einen Selbstzünder von BMW. Die Basis bildet dabei der Zweiliter-Turbodiesel, der etwa aus dem 1er oder 3er bekannt ist. Für den Mini wurde der Hubraum auf 1,6 Liter reduziert, zwei Versionen sind erhältlich. Mit 90 PS und 215 Newtonmeter Drehmoment bleiben die Leistungsdaten des Mini One D unverändert. Die stärkere Variante kommt im Cooper D zum Einsatz, sie bringt es auf 112 statt der bisherigen 110 PS. Deutlich stieg hier im Vergleich zum Vorgänger das Drehmoment an – von 240 auf 270 Newtonmeter.

Bereits unten herum durchzugsstark
War der Cooper D bisher im unteren Drehzahlbereich etwas durchzugsschwach, so zieht der Kleinwagen jetzt bereits im Niedrigtour-Bereich gut durch. Damit entfällt vor dem Beschleunigen häufiges Herunterschalten, was dem Fahrkomfort und dem Verbrauch zugute kommt. Der neue Motor überzeugt darüber hinaus durch Laufruhe und Agilität. Die Beschleunigung von null auf Tempo 100 erledigt der Cooper D in 9,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 197 km/h.

Nur 99 Gramm CO2-Ausstoß
Beide Diesel-Modelle sind ab Werk an ein Start-Stopp-System gekoppelt. Der Normverbrauch konnte leicht reduziert werden, um 0,1 auf jetzt 3,8 Liter pro 100 Kilometer. Besonders stolz ist man bei Mini, den CO2-Ausstoß der beiden Euro-5-Diesel mit 99 Gramm je Kilometer auf einen zweistelligen Betrag minimiert zu haben. Bisher waren es 104 Gramm Kohlendioxid, die der Diesel-Mini emittierte. Mit dem Cooper D Cabrio wird jetzt erstmals auch die offene Variante des Mini als Diesel angeboten. Bereits seit Frühjahr 2010 erhältlich sind die aktuellen Benzinermotoren mit einem Leistungsspektrum zwischen 75 und 184 PS.

Modifizierte Front und LED-Rückleuchten
Die optischen Änderungen der neuen Mini-Generation fallen moderat aus. So gibt es vorne neu geformte Stoßfänger. Der untere Lufteinlass wird nun optisch deutlicher hervorgehoben. Beim One und beim Cooper kommt dort eine schwarze Querstrebe zum Einsatz. Der Cooper S ist an außen angeordneten, optional von Chromrahmen eingefassten Luftöffnungen zu erkennen. Auffälligstes Merkmal am Heck des gelifteten Mini sind die Rückleuchten, die künftig in LED-Technik ausgeführt sind. Beim Cooper S sind zudem die hinteren Stoßfänger sowie die Rückfahrleuchten neu gestaltet.

Auch innen gibt's Neues
Im Innenraum wurden die Bedienelemente für die Audio- und die Klimaanlage verändert, außerdem gibt es neue Sitzpolsterungen und Dekorleisten. Erstmals sind für die Mini-Modelle als Extras ein adaptives Kurvenlicht sowie automatisch abblendende Außenspiegel verfügbar. Die neuen Radio- und Navigationssysteme lassen sich auf Wunsch mit dem System ,Mini Connected" kombinieren. Hier kann der Fahrer die Telekommunikations-, Entertainment- und Online-Funktionen von Smartphones auch im Fahrzeug nutzen. Dazu notwendig ist eine spezielle Software-Applikation auf dem Handy. Abschließend hat der Nutzer Zugriff auf die Webradio-Funktion mit einer Senderdatenbank tausender Online-Radioprogramme, die lokale Google-Suche und den Empfang von frei definierbaren RSS-Newsfeeds. Auch Facebook- und Twitter-Einträge lassen sich im Fahrzeug empfangen und senden.

Leichter Preisanstieg
Zu den Händlern kommen die überarbeiteten Mini-Modelle am 18. September 2010. Der Einstiegspreis für den Mini One mit 75 PS beträgt 15.550 Euro. Die Diesel-Versionen starten bei 18.450 Euro für den One D beziehungsweise 21.250 Euro für den Cooper D. Je nach Modell und Ausführung entspricht das im Vergleich zum Vorgänger einem Preisanstieg zwischen 200 und 500 Euro.

Bildergalerie: Knausriger Diesel-Mini