Krach-Terrasse

Supersportwagen ihres festen Daches zu berauben, ist unter eisernen Enthusiasten nicht ganz unumstritten. Klar, der Sound eines vermutlich ziemlich gewaltigen Motors dringt ungehinderter ans eigene Ohr. Und es entsteht wohl eine Art Freiheitsgefühl, wenn die Sonne das Gesicht verbrannt und der Fahrtwind für reinste Anarchie im Haupthaar gesorgt hat. Aber da ist eben auch dieses Mehr an Gewicht, das Weniger an Präzision. Außerdem weiß ich bis heute nicht, ob es total cool oder total lächerlich ist, mit einem Cabrio auf der Rennstrecke aufzuschlagen. Sei es wie es sei, nach gut zwei Jahren im Markt, befreit nun auch AMG seinen Supersportler von allen Coupé-Zwängen. Und seien Sie mir nicht böse (was folgt ist eher bewundernd als despektierlich gemeint), aber vermutlich eignet sich derzeit keiner aus der schnellen, flachen, teuren Truppe um Audi R8, Porsche 911 und Co. besser zur Entdachung, als der ellenlanghaubige, stark brusthaarige Partyhengst AMG GT.

Roadster pur
Warum? Schauen Sie sich das gelbe Viech doch einfach mal an. Gefühlt haben wir es hier mit 90 Prozent Haube und zehn Prozent Rest zu tun. Roadsteriger als ein AMG GT kann ein Roadster im Prinzip gar nicht aussehen. Da wird selbst ein BMW Z8 neidisch. Und mal ganz unter uns: Ein Leichtgewicht oder die ganz feine Klinge war dieser unrasierte Haudrauf eh nie. Dafür schreit die akustische Herrlichkeit seines Biturbo-V8 förmlich nach freiem Geleit zum Gehörgang. Was ein Glück also, dass der knäppliche Stoffhelm (erhältl...