Gran-Turismo-Roadster

In 60 Jahren kamen vom Mercedes SL bisher nur fünf Generationen zusammen. Jetzt ist die sechste Auflage der langlebigen Roadster-Reihe da. Wir nehmen uns den neuen Aluminium-Wagen als SL 500 mit zwei Fahrwerksvarianten zum Test vor.

Ein bisschen Zier
Optisch ist der SL kantiger geworden und sein vorderer Überhang ist über die letzten Generationen gewachsen – bei Mercedes hat man noch Bock auf ordentliche Nasen. Das Design ist allerdings stimmig und ob es gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Was uns stört: Die Entlüftungs-Kiemen an den vorderen Kotflügeln sind rein optischer Natur – die Gitter sind geschlossen. Jedem Technikverliebten blutet bei solch reinem Zierrat das Herz. Aber das für Mercedes wirklich Sensationelle ist unter der Haube passiert.

Leichter durch Aluminium
Nach dem Supersportwagen SLS AMG ist der neue SL der zweite Mercedes, der auf einen reichhaltigen Einsatz von Aluminium setzt. Allein durch diese Maßnahme wurde der SL 500 gegenüber seinem Vorgängermodell um 110 Kilogramm leichter – insgesamt wurden beim SL 125 Kilogramm rausgeholt. Aber auch wenn SL seit jeher für ,Sport Leicht" steht, geht es hier nun mal um Luxus – und Luxus gleich fette Ausstattung gleich 1,7 Tonnen Druck auf der Waage.

Innen geschmackvoll
Kann man sich über das Außendesign des neuen SL noch trefflich streiten, so ist der Innenraum zweifellos ein großer Wurf. Die üppig dimensionierten Triebwerkslüftungs-Düsen schauen die Insassen genauso friedfertig an wie die beinahe sch...