McLarens neues Basismodell 540C im Test

Kennen Sie das? Sie bestellen im Edel-Fleischpalast Ihres Vertrauens das teuerste Stück Kobe-Rind, das die Karte hergibt und dann sagen Sie dem Kellner, er soll die Beilagen weglassen, damit der ganze Spaß nicht zu teuer wird? Soll es ja geben, wenn auch vermutlich eher selten. Womöglich wird auch nur auf die bunte Garnitur verzichtet, um sich besser auf das Wesentliche konzentrieren zu können. Beide Szenarien wirken auf den ersten Blick ein wenig seltsam, haben aber durchaus ihren Charme. Und was will uns der Autor mit seiner Fleisch-Parabel nun genau mitteilen? Dass McLaren seit Neuestem Luxus-Rinder ohne Beilagen verkauft? Nun, so ungefähr. Sagen Sie Hallo zum Filet ohne Schnickschnack. Dem Einstiegs-Einstiegs-McLaren. Dem günstigsten Vertreter der vergleichsweise günstigen McLaren Sports Series. Sagen Sie Hallo zum McLaren 540C.

Was sind schon 30 PS?
Nur, um das nochmal in aller Kürze zu erläutern: Die Sports Series sitzt im McLaren-Portfolio unterhalb der Super Series (650S, 675LT) und der Ultimate Series (P1, P1 GTR). Innerhalb der Sports Series bewegt sich der 540C unterhalb des 570S und des etwas ausflugstauglicheren 570GT. Der 540C sitzt also quasi ganz unten. Wobei "ganz unten" vielleicht der falsche Ausdruck ist für ein 160.000 Euro teures Gefährt, dass 540 PS und 540 Newtonmeter Drehmoment generiert. Die 30 PS und 60 Newtonmeter Differenz zum 570S sind rein elektronischer Natur. Der 3,8-Liter-Biturbo-V8 ist im Baby-Mac nämlich genauso vorhanden, wie die ballisti...