Fahren oder gefahren werden? Der Maybach 57 S im Test

Maybach: Schon allein der Name klingt nach Luxus pur, nach einem edlen Ambiete – und nach einem netten Herrn mit Chauffeursmütze, der mit galantem Schwung die Fondtür öffnet und ansonsten dezent im Hintergrund bleibt. Das muss nicht sein: Speziell für Selbstfahrer wurde der 57 S auf 20 Zoll große Räder gestellt. ,S" steht für ,Spezial" und soll besonders ambitionierte Fahrer ansprechen. Dieser Maybach ist eigentlich ein reißender Fluss: Sechs statt 5,5 Liter Hubraum, satte 612 statt 550 PS, und ein so ungeheuer starkes Drehmoment, dass es auf 1.000 Newtonmeter begrenzt werden muss.

Wohlfühlen im nobel möblierten Fond
Gleichzeitig lockt der nobel wie praktisch eingerichtete Wohlfühl-Fond dazu, sich chauffieren zu lassen und dabei ein wenig zu arbeiten. Immerhin gibt es neben einer Multimedia-Anlage mit zwei großen Bildschirmen und Kopfhörern auch ein (Champagner)-Kühlfach, zwei einstellbare Einzelsitze mit Massagefunktion und praktische Arbeits-Klapptische.

Wie in einem stilvollen Lounge-Club
Doch der Platz am Volant gefällt uns bei unserem Ausflug über die Alpen ins schweizerische St. Moritz ausgesprochen gut: Wir sitzen in belüftetem, beheiztem Leder, können uns den Rücken sanft massieren lassen und dabei Musik in einer super Qualität hören. So stellen wir uns einen Nachmittag in einem stilvollen Lounge-Club vor. Das Edel-Ambiente mit dem herben Geruch nach Leder, den glatten, lackierten Oberflächten und einer sanften Beleuchtung lässt fast vergessen, in einem Automobil ...