Günstiger Spuren-Leser

Karge Berglandschaften und wilde Wasserfälle: Aus dem Chevrolet Trax heraus betrachten wir jene kroatische Landschaft, die einst als Kulisse für die Winnetou-Filme diente. In gewisser Weise passt das zum neuen Kompakt-SUV der US-Marke mit koreanischen Wurzeln. Wie Pierre Brice betrachtet er die Spuren, die in diesem Fall sein Blutsbruder Opel Mokka gezogen hat und heftet sich an dessen Fährte. Ist Mini-Tou eine starke Mischung oder nur fader Instantkaffee?

Klare Kanten
Natürlich werden auch beim Chevrolet Trax die Stimmen kommen, die ihn als weiteren Sargnagel für Opel sehen wollen. Doch ein Blick auf die deutschen Neuzulassungen 2013 hilft dabei, den Schaum vom Mund zu wischen: Knapp 46.000 verkauften Opel-Fahrzeugen im ersten Quartal des Jahres stehen rund 5.500 Chevrolets gegenüber. Dass der Opel Mokka und der Chevrolet Trax eng verwandt sind, ist kein Geheimnis. Beide teilen sich den Radstand von 2,55 Meter und laufen gemeinsam in Südkorea vom Band. Die Unterschiede bei den Abmessungen sind minimal: Mit 4,25 Meter ist der Trax gut drei Zentimeter kürzer als der Mokka, welcher bei der Höhe etwas niedriger ist. Wessen Optik man bevorzugt, bleibt natürlich Geschmackssache. Gegenüber dem gedrungenen Opel wirkt der Chevrolet gestreckter und etwas klarer, eine Folge der durch gerade Kanten betonten Radhäuser.

Tiefe des Raumes
Aber Stil bleibt Stil, entscheidend sind die inneren Werte. Hier hat der Trax einiges zu bieten: Die Heckklappe öffnet angenehm weit nach oben, eine eb...